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Rote Brücke und Brucktor

Die historische Innbrücke oder auch Rote Brücke genannt verbindet die Wasserburger Altstadt mit dem Stadtteil Burgerfeld auf der anderen Seite des Inns. Die Altstadt liegt auf einer zu 3/4 vom Inn umflossenen Halbinsel, deren Eingang das Brucktor markiert.

Die Rote Brücke wird erstmals 1204 erwähnt, war aber schon im späten 11. bzw. frühen 12. Jahrhundert vorhanden. Bis in die jüngere Vergangenheit bestand die Brücke aus Holz. Ein Wachhaus, welches mittig stand, gab es bis in die Barockzeit. Vor dem Brucktor war zu dieser Zeit eine Zugbrücke angebracht. Das jetzige Bauwerk stammt aus den 1980er Jahren und lehnt sich an das Erscheinungsbild aus dem 19. Jahrhundert an.

Das Brucktor wie es heute zu sehen ist wurde in den Jahren 1470 und 1471 vom Wasserburger Baumeister Wolfgang Wiser erneuert. Zuvor bestand es bereits seit der spätromanischen Zeit als Torbau. Das große Wandgemälde aus dem Jahr 1568 auf der Südseite des Torturms zeigt zwei Hirschen und spielt so auf die Wehrhaftigkeit des Tores an.

Cuvilliés-Theater

Sogar Napoleon war schon hier zu Gast: Das Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz gilt als das schönste Rokokotheater Deutschlands.

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Blut in Rosenheim

Geschichte der Wallfahrtskirche

In der ersten Hälfte des 17. Jh. erreichte die Wallfahrt zum Heiligen Blut ihren Höhepunkt. Sie war durch die vielen Wallfahrer und deren großzügige Spenden die reichste Kirche des Pflegegerichts Aibling.

Um die steigende Zahl der Wallfahrer fassen zu können, wurde das gotische Kirchlein durch ein geräumiges Langhaus erweitert. Im Jahr 1686 erfolgte eine barocke Umgestaltung des Chorraums mit Errichtung eines neuen Hochaltars. Als kostbarster Schatz des Gotteshauses wurde im Mittelschrein das alte Gnadenbild, der Gnadenstuhl des Meisters von Rabenden, integriert. Auch der Sebastiansaltar wurde umgestaltet. 

In den Jahren 1686/87 entstand die heute noch fast vollständig erhaltene Stuckdekoration. Sie ist ein Zeugnis frühbarocker Kunst in Süddeutschland. Geschaffen wurde dieser Stuck von dem aus Graubünden stammenden Künstler Giulio Zuccali. Von ihm existieren in Süddeutschland nur zwei weitere Werke und zwar in Herrenchiemsee und in Sachrang. Dort ist der originale Stuck aber nicht mehr vollständig erhalten. Anders verhält es sich in der Kirche Heilig Blut, wo der Stuck in kompletter Form vorliegt. Deshalb ist diese Dekoration auch ein wichtiges historisches Dokument, das umfassende Informationen über den Stil und die Technik des Künstlers liefert.

Papst Franziskus hatte das Jahr 2016 zum „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ berufen. Das Heilige Jahr ist ein Jahr der Versöhnung, Buße und Vergebung. Bei Durchschreitung der sogenannten „Heiligen Porten“ werden die Sünden erlassen. Erstmalig in der Historie gab es die Heiligen Pforten auch außerhalb Roms und diese vor allem in Bischofs- oder Wallfahrtskirchen. Heilig Blut war eine der wenigen auserwählten Pforten im Erzbistum München und Freising.

Die Kirche ist bis zum Gitter immer offen.

Führungen

Weitere Infos und Führungen (für Gruppen ab 10 Personen) unter:
Tel.: +49 (0)8031 26250
E-Mail: hl-blut.rosenheim@ebmuc.de