Wallfahrtskirche Maria Stern
Die Wallfahrtskirche Maria Stern dürfte bereits im zehnten Jahrhundert bestanden haben. Erste Erwähnungen als „Niuunchiricha“ stammen von 924. Im Bärenholz nördlich von Neukirchen war einst eine Kirche und ein Schloss. Als man anstelle der alten Kirche an gleicher Stelle eine neue bauen wollte, hätten Vögel blutige Späne an den jetzigen Kirchplatz in Neukirchen getragen, worauf man hier die Kirche gebaut habe.
Im Kern ist sie spätgotisch. Das älteste Mauerwerk hiervon weist auf einen romanischen Vorgängerbau hin. Im Jahre 1710 fand die feierliche Übertragung des Gnadenbildes Maria Stern aus der Pfarrkirche Riedering statt. Noch heute finden Marienwallfahrten zur Kirche statt. Eindrucksvoll sind die vielen Votivbilder an den Langhauswänden, das älteste stammt von 1711. Da die Wallfahrt zur Kirche größer wurde, ist das Langhaus um 1730 nach Westen verlängert worden. 1750 wurde diese barockisiert. Die Kirche wurde vom berühmten Baumeister Johann Michael Fischer geplant, wie auch weitere Kirchen in Riedering: Die auf eine Burgkapelle zurückgehende Filialkirche St. Vitus und Andreas in Gögging sowie die Kirche St. Rupert in Söllhuben. Innenrenovierungen erfolgten in den Jahren 1844 und 1880. Die letzte Renovierung wurde 1977/78 durchgeführt.
Für Kirchenführungen können Sie sich direkt an das Pfarramt Riedering-Söllhuben-Hirnsberg wenden. Dieses erreichen Sie telefonisch unter +49 (0)8036 3251 oder +49 (0)8036 9088372.
Die Kirche ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Hochries
Die Hochries (1569 Hm) ermöglicht einen Ausblick, der ins Alpenvorland mit den bekannten Seen Chiemsee und Simssee bis zum Großglockner reicht.
Hochriesbahn
Die Hochriesbahn verfügt über einen Einer-Sessellift und eine Kabinenbahn. Der Sessellift fährt nur im Sommer in 12 Minuten von der Talstation Grainbach aus bis zur Mittelstation Ebenwald, dann fährt die Kabinenbahn innerhalb von 10 Minuten bis kurz unterhalb des Gipfels.
Almen
Auf unterschiedlichen Höhen liegen eine Vielzahl an Bergalmen, die größtenteils bewirtet sind.
Was kann man auf der Hochries machen?
Im Sommer:
Wandern und Bergsteigen
Die Wanderungen unterscheiden sich vom Schwierigkeitsgrad. Wer es etwas gemütlicher mag, kann die Hälfte der Strecke oder auch komplett mit der Bahn bis zum Gipfel fahren. Die bekanntesten Ausgangspunkte für Wanderungen sind die Talstation in Grainbach und der Wanderparkplatz in Spatenau. Die Hochries bietet einen wunderbaren Panoramablick auf das Chiemsee Alpenland.
Drachen- und Gleitschirmfliegen
Dank idealer Bedingungen zählt die Hochries zu den Top-Regionen für Drachen- und Gleitschirmflieger in Deutschland. Flugschulen vor Ort bieten Schnupperflüge und Kurse an.
Mountainbiking
Rund um die Hochries finden sich zahlreiche abwechslungsreiche Biketrails mit Einkehrmöglichkeiten. Wer ganz nach oben bis zum Gipfel möchte, muss sein Rad ein Stück tragen.
Bikepark Samerberg
Der Bikepark Samerberg ist ein kleines Paradies für Mountainbiker. Bequem mit dem Sessellift gelangen Mountainbiker zu gepflegten Abfahrtstrails in verschiedenen Schwierigkeitsgraden für Einsteiger und Profis. Leihmöglichkeiten vor Ort.
Im Winter:
Skitouren/Schneeschuhwandern
Ein beliebter Startpunkt ist der Parkplatz Lederstube bei Frasdorf. Die Touren sind meist flach und bei vernünftiger Routenwahl mit geringem Lawinenrisiko – ideal auch für Schneeschuhwanderer.
Rodeln
Mehrere nicht offiziell ausgeschriebene Rodelstrecken bieten Spaß bei ausreichender Schneelage. Besonders geeignet ist die Abfahrt ab der Mittelstation. Rodel müssen selbst mitgebracht werden. Bei Strecken, die auch zum Aufstieg von Wanderern dienen, sollte mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden.
Ski langlauf
Rund um die Hochries werden jedes Jahr zahlreiche gespurte Langlaufbahnen angelegt. Parkplätze sind meist nahe bei den Loipen.
Unsere Loipen-Empfehlungen >>
Drehort-Entdecker
In der ARD-TV-Serie „Um Himmels Willen“ sind die Hochriesbahn der Gemeinde Samerberg und der Tinninger See als Drehorte zu sehen (Folge 256 „Mutterliebe“).
Michaelskapelle
In der Schmidzeile, an der Verbindungstreppe zwischen der Stadtpfarrkirche St. Jakob und der Burg, steht das frühere Wahrzeichen der Stadt, die St. Michaels-Kapelle. Es handelt sich um eine spätgotische Doppelkirche des Meisters Wolfgang Wieser, der auch den Bau der Stadtpfarrkirche St. Jakob zu Ende führte. In ihrem Untergeschoss war die Gruftkirche des ehemaligen Friedhofs untergebracht. Das Obergeschoss ist derzeit leider nicht zugänglich. Der Turm ist leider im Zuge der Profanisierung teilweise abgebrochen.
Jakobsweg
Außerdem passiert der weltberühmte Pilgerweg, der Jakobsweg, die Kirche. Hier finden Sie eine Beschreibung der Etappe:
Jakobsweg Etappe 15 – Von Wasserburg zur Marienwallfahrtskirche Tuntenhausen >>
Mehr Informationen zum Jakobsweg >>
Schloss Weikertsham
Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Landsitz der Wasserburger Familien Gumpeltsheimer-Reiter errichtet und zeichnet sich durch eine turmartige Bauweise mit aufwändiger Fassadenmalerei aus.
Das Schloss kann nicht besichtigt werden. Übernachtungen sind derzeit nicht mehr möglich.