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Gutshof Straß mit Kapelle

Seit der Römerzeit existiert der Gutshof Straß im heutigen Gemeindebereich Eiselfing im Landkreis Rosenheim. Er liegt an der ehemaligen Poststraße von Salzburg nach München bzw. der alten Salzstraße von Traunstein nach Wasserburg. Viel Geschichte also, die in diesem Grundstück steckt, auf dem sich auch ein altes Tanzhaus und eine Kapelle befinden. Getanzt wurde hier noch bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg im „Salettl“, dem Tanzhaus von Straß. Die Kapelle wurde bereits 1677/80 erbaut und 1860/61 in einen neuromanischen Anbau einbezogen.

Der Künstler Rainer Devens betreibt in der Gegenwart im Gutshof sein Atelier und hat in der Kapelle einen Kreuzweg geschaffen. Der Künstler schuf 14 Stationen und drei Altarbilder.

Valuga im Glaserwirt

Valuga im Glaserwirt in Neubeuern bietet eine moderne abwechslungsreiche Küche.

Ehem. Benediktinerkloster Attel mit ehem. Klosterkirche St. Michael

Das Kloster Attel wurde erstmals im Jahre 807 erwähnt. Die frühere Benediktinerabtei – von Süden kommend schon von weitem am Hochufer des Inns gut zu erkennen – fiel 1803 der Säkularisation zum Opfer. Heute werden die Liegenschaften von der Stiftung Attl, einer Einrichtung für behinderte Menschen genutzt.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist bis heute die prägnante Kirche Sankt Michael. Nach dem Vorbild der Münchner Sankt Michaelskirche hat Abt Cajetan Scheyerl (1703 – 1723) das Bauwerk entworfen. Stuck des Wessobrunner Meisters Gabriel Zöpf ziert das weite Tonnengewölbe.

Am Hochaltarblatt ist eine Kopie des apokalyptischen Weibes von P. Rubens zu sehen. Die meisten Altäre wurden von klostereigenen Kräften geschaffen. Das Original der zum Rosenkranzaltar gehörende Immaculata von Ignaz Günter befindet sich heute im Diözesanmuseum in Freising. Es gibt aber einen 3D Scan der Figur, den man vor Ort anschauen kann. In der Vorhalle befindet sich ein römischer Weihealtar aus dem Jahr 204 nach Christus.

In den ehemaligen Klostergebäuden finden sich Einrichtungen für körperlich und geistig beeinträchtigte Menschen.

Führungen und Besichtigung

Die beeindruckende Kunstgeschichte der Klosterkirche kann im Rahmen einer Führung erfahren werden. Führungen finden ganzjährig nach Terminvereinbarung statt, Dauer ca. 1 Stunde. Anmeldung unter der Telefonnummer +49179 4185872. Im Rahmen der Führung wird folgendes besichtigt, was für Besucher üblicherweise nicht zugänglich ist:

– alte Gewölbegänge
ehemalige Klosterkirche St. Michael
Benediktinergruft
Klosterinnenhof
alter Gebetschor
Dachstuhl über dem Tonnengewölbe. 

Den aktuellen Flyer zum Führungsangebot finden Sie unten unter „Downloads“. 

Trauungen

Die Kirche ist zudem eine besonders schöne Umgebung für katholische Trauungen.

Pfarr- und ehem. Wallfahrtskirche Mariä unbefleckte Empfängnis

Der prägnante romanische Turm ist noch ein Zeugnis aus dieser Zeit.Die Kirche bewahrt Mirakelbilder der „Neubeurer Wunder“.

Im Jahre 1498 war das sogenannte Glöckleinwunder: Dies ereignete sich am Abend des hl. Märtyrers Sebastian, als zu dieser Zeit die Kirchen und der Glockenturm in „Neybeiern“ versperrt waren, läutete doch die kleine Glocke im Turm. Viele Marktbewohner wachten dadurch auf und suchten den Kirchenturm ab, aber keiner war zu finden. Noch heute wird die „Gnadenglocke“ einmal im Jahr am 4. Fastensonntag zu Wandlung und Andacht geläutet.

1512 war ein weiteres Wunder, das Lichtwunder: In der Karfreitagsnacht, als die Kirche wieder versperrt war, wurde ungefähr um Mitternacht, ein großes ungewöhnliches Licht in der Kirchen gesehen. Nun dachten die Marktbewohner, dass es in der Kirche brenne, jedoch als man aufsperrte, sei das Licht verschwunden.

Die „Neubeurer Wunder“ wurden später vom Erzbischöflichen Ordinariat in Salzburg untersucht und bestätigt.

Ehemalige Soleleitung Berchtesgaden-Rosenheim

Ohne Gold kann man leben, ohne Salz nicht!

Im Mittelalter war Salz noch mindestens so wertvoll wie Gold. Viele Tausch- und Handelsgeschäfte wurden in der damaligen Zeit mit dem „weißen Gold“ beglichen. Das Produkt florierte derart, dass gegen Ende des 17. Jahrhunderts über 30 Prozent der gesamten bayerischen Staatseinnahmen aus dem Salinwesen stammten.

Auch in Berchtesgaden und Bad Reichenhall wurde über entsprechende Salinen Salz gewonnen. Der immense Holzverbrauch und die Ausbeutung eines neuentdeckten Salzvorkommens machten jedoch relativ schnell eine Standorterweiterung notwendig. So kam es zum Bau einer Soleleitung, die zunächst nur bis Traunstein führte. Die erste Salzpipline, bestehend aus 8500 Baumstämmen, wurde nach zweijähriger Bauzeit 1619 fertiggestellt.

Im Jahr 1809 wurde die Soleleitung nach der Erschließung einer zusätzlichen Sudanlage in Rosenheim deutlich erweitert. Die neue Leitungsbrücke führte durch die Gemeindebereiche Riedering, Mühlham und Abersdorf, so dass das weiße Gold jetzt über 80 Kilometer aus dem Berchtesgadener Land zur Saline nach Rosenheim gepumpt werden konnte. Neue Vertriebsformen und Heizenergien machten die beiden Salinen in Traunstein und Rosenheim letztendlich unrentabel, so dass seit 1958 das Salz nur noch in der Saline Bad Reichenhall produziert wird.