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Burgfriedenssäulen

Die Burgfriedenssäulen zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen der historischen Stadtgrenzen Landshuts. Sie markieren den Verlauf des sogenannten Burgfriedens – jenes Rechtsbezirks, der neben dem von der mittelalterlichen Stadtmauer umschlossenen Stadtgebiets auch die umliegenden Gebiete umfasste. Diese standen ebenfalls unter der Rechtshoheit der Stadt und bildeten gemeinsam mit der eigentlichen Stadt den Burgfrieden.
Bereits im Jahr 1340 wird dieser urkundlich erwähnt und dokumentiert damit die Ausdehnung der Landshuter Gerichsbarkeit über die Stadtmauern hinaus.

Die Grenze des Burgfriedens orientierte sich überwiegend an natürlichen Gegebenheiten wie Bächen, Wegen oder Geländestrukturen. Um den Grenzverlauf eindeutig festzulegen, wurden zusätzlich steinerne Grenzzeichen errichtet. Aus dem Jahr 1508 sind sogenannte „steinerne Marschsäulen“ überliefert, die als sichtbare Markrierungen des Burgfriedens dienten. Sie tragen auf einer Seite das Wappen der bayerischen Herzogtums und auf der anderen das Wappen der Stadt Landshut. Damit veranschaulichen sie zugleich die territoriale und rechtliche Zugehörigkeit des angrenzenden Gebiets.

Mehrere dieser historischen Grenzsäulen sind bis heute erhalten beziehungsweise an ihren überlieferten Standorten bekannt. Beispiele befinden sich unter anderem am Nordfriedhof, beim Hascherkeller sowie in der Münchner Straße. Als steinerne Zeugnisse der mittelalterlichen Rechts- und Stadtgeschichte machen die Burgfriedenssäulen die historische Ausdehnung Landshuts nachvollziehbar und erinnern an eine Zeit, in der die städtische Rechtshoheit weit über die Stadtmauern hinausreichte.

Stadtresidenz

Die Stadtresidenz Landshut zählt zu den bedeutendsten Renaissancepalästen nördlich der Alpen und nimmt einen herausragenden Platz in der Architektur- und Kunstgeschichte ein. Errichtet wurde der Bau unter Herzog Ludwig X. in den Jahren 1536 bis 1543 als repräsentativer Stadtpalast der bayerischen Herzöge. Seine besondere Stellung ergibt sich aus der Verbindung zweier architektonisch unterschiedlicher Bauphasen, die gemeinsam ein einzigartiges Ensemble bilden.

Der sogenannte „Deutsche Bau“, entstanden 1536 bis 1537 in der Landshuter Altstadt, erhielt im Jahr 1780 eine klassizistische Fassadengestaltung, die das äußere Erscheinungsbild zusätzlich prägte. Der spätere „Italienische Bau“, der Nord-, West- und Südtrakt um den Arkadenhof umfasst und zwischen 1537 und 1543 errichtet wurde, orientiert sich hingegen stark an Vorbildern der italienischen Renaissance. Der arkadengesäumte Innenhof gilt als architekturhistorisch bedeutendes Beispiel frühneuzeitlicher Hofgestaltung und vermittelt den Einfluss südländischer Baukunst auf die Residenzarchitektur der Wittelsbacher.

An der Rückseite zur Ländgasse befindet sich ein monumentales Steinwappen des Erbauers, das die fürstliche Bauherrschaft sichtbar dokumentiert. Im Inneren der Stadtresidenz haben sich prächtige Prunkräume erhalten, die mit opulenten Stuckarbeiten und Fresken mit mythologischen Themen von Hans Bocksberger und Ludwig Refinger ausgestattet sind. Ergänzt wird die Raumfolge durch eine Zimmerflucht aus dem späten 18. Jahrhundert, die die spätere Nutzungsgeschichte des Gebäudes widerspiegelt.

Derzeit befindet sich die Stadtresidenz in umfassender Restaurierung und ist bis auf Weiteres nicht zugänglich.

Brauerei C. Wittmann OHG

Immer gleich gute Braukunst seit Jahrhunderten

Wie wird aus den zwei kleinen Landshuter Braustätten „Zum Heiß“ und „Zum Dräxlmair“ eine der bedeutendsten Privatbrauereien Bayerns? Nun, es wird von Anfang an umsichtig gewirtschaftet und gutes Bier gebraut, das allenthalben gerne – und vor allem oft – getrunken wird. Die Rede ist von der Privatbrauerei C. Wittmann, einem mittelständischen Unternehmen, das sich seit fünf Generationen im Familienbesitz befindet und dessen Brautradition sich bis 1616 zurückverfolgen lässt. So hat sich über 400 Jahre lang ein Erfahrungsschatz angesammelt, der Braukunst auf höchstem Niveau garantiert. Als regionale Spezialitätenbrauerei beliefert die Brauerei C. Wittmann ihre Kunden im Umkreis von ca. 50 bis 70 km um Landshut/Niederbayern. Die kurzen Lieferwege, ein prompter Service und natürlich regionale Rohstoffe garantieren den Kunden stets frisches und immer gleich gutes Bier.