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LECHNER MUSEUM

Im Februar 2000 wurde mit dem Lechner Museum ein weiteres Haus in Ingolstadt eröffnet, das sich der zeitgenössischen Kunst widmet. Durch sparsame Umbauten einer ehemaligen Fabrikhalle entstand ein funktionales Museumsgebäude, das sich in der Architektur zurücknimmt und der ausgestellten Kunst dient.

Das Lebenswerk Alf Lechners, einer der bedeutendsten Stahlbildhauer des 20. Jahrhunderts, wird hier in einer ständigen Ausstellung präsentiert. Durch einen Wechsel der Exponate werden immer neue Facetten, Perspektiven und Aspekte der Werke Lechners zu sehen sein. Neben den vielfältigen plastischen Arbeiten werden auch Zeichnungen ausgestellt. Zusätzlich finden Ausstellungen weiterer international anerkannter Künstler statt.

Burgruine Konstein

Burg und Name gehen auf den 1186 erstmals genannten Edelfreien Kuno von Stein zurück. Konstein war Lehen der Burggrafen von Nürnberg, die es 1408 an Bayern vertauschten. Leheninhaber waren bis um 1335 die Herren von Muhr, dann durch Heirat bis 1349 Ulrich Wilbrant, der 1345 von Kaiser Ludwig dem Bayern für die Burgsiedlung Stadt- und Marktrechte und 1347 die Hochgerichtsbarkeit erhielt. Wiederum durch Heirat war die Burg bis 1371 bzw. 1382 im Besitz der Schwäger Kuno von Laiming und Burkhard von Seckendorf und anschließend bis 1385 im Besitz des Eberhard Schenk von Roßberg, der die Veste an die Bayernherzöge verkaufte.

Diese verpfändeten sie 1388 gegen eine Pfandsumme von 3700 Gulden an die Hausner. Herzog Ludwig der Reiche löste 1457 Konstein aus der Verpfändung und ließ die Burg durch Pfleger verwalten. Im Landshuter Erbfolgekrieg wurde die Burg 1505 zerstört und danach Pfalz-Neuburg zugeteilt. 1506 – 1540 war sie an die Familie Pöll verliehen, die 1515 die Burg wieder aufbaute. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg wiederholt geplündert und unbewohnbar. 1795 wurde das Gut veräußert, das pfalz-neuburgische Pflegamt 1802 aufgelöst. Die Vorburg diente zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließlich als Bräukeller.

Erlebniswelt Wasserstraße

**Die ehemalige Hofanlage und Mühle ist jetzt Betriebszentrale des Main-Donau-Kanals. Die zweigeschossigen Steildachbauten wurden im 18 Jahrhundert erbaut, 1835 baute der damalige Besitzer Meixner eine Hauskapelle. Seit 2017 beherbergt das Gebäude das Informations- und Besucherzentrum „Erlebniswelt Wasserstraße“.**

Direkt am Main-Donau-Kanal in der Gösselthalmühle in Beilngries, werden den Besuchern spannende Informationen über die Wasserstraße, über Technik, Schifffahrt und Natur vermittelt.

An interaktiven Stationen haben Besucher die Möglichkeit, Themen rund um Schifffahrt und Wasserstraße zu erfahren und zu entdecken. Die Dauerausstellung richtet sich an jedermann und ist für alle Altersstufen geeignet.

Im Erdgeschoss des Mühlengebäudes wird die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung vorgestellt. Man kann dem Funkverkehr zwischen einem Binnenschiffer und einem Schleusenwärter zuhören oder nachvollziehen, welche Höhenunterschiede der Main-Donau-Kanal überwindet. Das Obergeschoss widmet sich dem Thema Wasser und der Binnenschifffahrt. An Hörstationen erzählen Nautiker, Taucher, Dammprüfer oder Bauingenieure von ihrem Beruf. Denn die Gösselthalmühle ist nicht nur Museum, sondern auch Kommandozentrale für den Main-Donau-Kanal – von hier aus wird der Schiffsverkehr und der Wasserstand überwacht.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist für 23.000 km² Seewasserstraßen und rund 7300 km Binnenwasserstraßen verantwortlich.

Aufgabe der WSV ist es, Flüsse und Kanäle schiffbar zu erhalten, damit ein leistungsfähiges und zukunftsgerechtes Wasserstraßennetz zur Verfügung steht. Auf der Wasserstraße gilt es, die Belange von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie der Schifffahrt in Einklang zu bringen.

Wasserstraßen sind mehr als Verkehrswege. Sie sind integraler Bestandteil der Natur und bieten Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen, eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung und leisten durch die Nutzung der Wasserkraft einen Beitrag zur Energiegewinnung. Bei allen Arbeiten an den Bundeswasserstraßen berücksichtigt die WSV die Belange von Umwelt und Natur.

^Baudenkmal D-1-76-114-104

Donau-Stausee Bertoldsheim

Die Donaustaustufe Bertoldsheim ist ein seit langem genutztes Segelrevier. Auch mit Ruder- und Kanubooten lässt sich die schöne Donaulandschaft entdecken. Eine Schleuse ermöglicht die Weiterfahrt vom Stausee in Richtung Neuburg.

Neuburger Kieselerde

**Hütting:**

Hier befand sich das wohl größte Abbaugebiet eng zusammenliegender Lagerstätten. Die Gruben waren dort bis zu 70 m tief. Heute sind diese Tagebaue vollständig verfüllt, mit neuem Wald rekultiviert und es gibt wertvolle Biotope.

Kleine Hirschlache/Spinne:

Gleich südlich der Rekultivierung Hütting liegen zwei verfüllte Tagebaue, wovon auf „Spinne“ bereits größtenteils wieder Wald wächst.

Kreuzgründe:

In Hanglage gelegen ist die Rekultivierung des ehemaligen Tagebaus gut zu überblicken.

Schaflache:

An einer Schranke ist der beeindruckend große Tagebau fast vollständig zu sehen. Die weiße bis gelbliche Kieselerde wird in den nächsten Jahren bis über 50 Meter tief abgebaut. Das Betreten der aktiven Gruben ist leider bergrechtlich ohne Begleitung von befugten Mitarbeitern des Betreiberunternehmens untersagt.

Steinbruch:

Der große Tagebau wird gerade verfüllt und ist in Teilbereichen bereits rekultiviert. Die maximal erreichte Tiefe von 50 Metern ist an den Ausmaßen der Oberfläche und des noch übrigen Restkraters nur mehr zu ahnen.