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Heimat- und Hafner-Museum

Der Schwerpunkt der 1985 gegründeten Sammlung liegt auf dem Bereich der Keramik. Heidenheim blickt auf eine 300-jährige Tradition in der Herstellung von Hafnerwaren zurück. Daher nimmt der Bereich Keramik einen bedeutenden Teil der Sammlung ein. Weitere Schwerpunkte des Heimat- und Hafnermuseums wären das bäuerliche Wohnen und Arbeiten in der Region des Hahnenkamms mit landwirtschaftlichen Geräten, Handwerkszeug der Büttner, Wagner, Schmiede und Schuster sowie Feuerwehrgerätschaften.

Wallfahrtskirche „St. Blasius“

Die Wallfahrtskirche St. Blasius wurde ca. 1889-1897 im neugotischen Stil erbaut und birgt manche sehenswerte Kostbarkeit, vor allem eine Gnadenmadonna, die im Jahr 1811 von der evangelischen Nachbargemeinde Nennslingen erworben wurde und die Wallfahrt nach Raitenbuch brachte.

Zudem sind spätgotische Schnitzwerke wie Christus die Weltkugel tragend und Figuren der 12 Apostel im Hochaltar zu sehen.

Orgel aus der Zeit um 1900.

Am Hof

Der Name soll auf den fränkischen Königshof hinweisen, der 867 erstmals urkundlich erwähnt wird und dessen Anfänge wohl bis ins 7./8. Jahrhundert zurückreichen. Die Lage dieses Königshofes, eine der Keimzellen Weißenburgs, wird heute allgemein im Bereich zwischen dem Platz „Am Hof“ und der St. Andreaskirche vermutet. Die Häuser und der Platz wurden im Rahmen der Städtebauförderungsmaßnahmen umgestaltet und der ehemalige Brunnen vom „Saumarkt“ hierher verlegt.

Im Herzen der Altstadt von Weißenburg laden hier „Am Hof“ die gemütlichen Bänke am Brunnen zum Verweilen ein.

Auch vom Platz „Am Hof“ erreicht man die Einhorn-Apotheke mit dem Apotheken-Museum.

Historischer Kastenhof

Der Amtssitz wird 1612 unter Aufgabe der Burg hinunter in den Markt in den „Kasten“ verlegt. Die Funktion des im Jahre 1612 durch Bischof von Gemmingen errichteten Gebäudes diente zur Eintreibung und Lagerung des Zehnten Teils der Bevölkerung, der damaligen Steuern, die dem Pfleger auf der Burg und somit dem Bischof in Eichstätt abgeführt werden mussten. Das dreistöckige Gebäude mit dem Treppengiebel und dem Torturm aus dem Jahre 1404 dient heute als Rathaus und beherbergt einen interessanten Informations- und Dokumentationsraum. Die Kulisse des Kastenhofes erfüllt ferner ihren Zweck bei den historischen Festspielen „Harte Fron“, die im Jahre 2009 erstmals wieder aufgeführt wurden.

Im Jahre 2018 feiert die Marktgemeinde das 1100-jährige Jubiläum der erstmaligen urkundlichen Erwähnung. Dabei werden im Jahresverlauf viele Aktionen und Veranstaltungen organisiert. Der Festakt findet im Rahmen des historsichen Marktes am ersten Augustwochenende 2018 statt.

Millenniumsbrunnen

Der Millenniumsbrunnen wurde zum Schuljahresbeginn 2000/2001 in Betrieb genommen und hat eine Grundfläche von drei mal drei Metern. Er ist aus Kalkstein und Bronze geschaffen und wurde von der Stadt als Schlusspunkt zur Neugestaltung des Platzes „Auf der Kapelle“ in Auftrag gegeben. Schöpfer ist der Eichstätter Bildhauer Günter Lang, von dem auch das Denkmal „Flüchtlingslager Wülzburg“ stammt.

Der Millenniumsbrunnen trägt **24 Jahreszahlen**, die für die Stadtgeschichte wichtige Ereignisse markieren.

– **89** Anlage des Römerkastells Biriciana
– **254** Zerstörung des römischen Weißenburgs durch die Alamannen
– **867** Erste urkundliche Erwähnung des Weißenburger Königshofes Uuizinburc
– **1241** Erste Selbstverwaltungsrechte, erstes Stadtwappen
– **1262** Zerstörung durch den Bayernherzog Ludwig II.
– **1327** Weihe der St. Andreaskirche
– **1338** Schenkung des Stadtwalds durch Kaiser Ludwig den Bayern
– **1377** Ratsverfassung
– **1476** Fertigstellung des Gotischen Rathauses
– **1481** Verleihung des heute noch gültigen Stadtwappens
– **1530** Glaubensabstimmung zur Einführung der Reformation
– **1536** Gründung der Lateinschule
– **1588** Baubeginn der Hohenzollernfestung Wülzburg durch den Markgrafen von Ansbach
– **1647** Massive Zerstörung der Stadt am Ende des Dreißigjährigen Krieges
– **1802** Ende der Reichsstadtzeit
– **1806** Endgültige Eingliederung in das Königreich Bayern
– **1863** Weißenburg wird kreisfreie Stadt
– **1929** Beginn regelmäßiger Aufführungen im Bergwaldtheater
– **1933** Machtübernahme der NSDAP
– **1945** Kriegsende und Beginn der Zuwanderung von Flüchtlingen nach Weißenburg
– **1949** Wiederverleihung der Kreisfreiheit
– **1972** Gebietsreform und Eingliederung in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
– **1997** Fertigstellung des Neuen Rathauses
– **2000** Inbetriebnahme des Milleniumbrunnens