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Apothekenmuseum Weißenburg im Blauen Haus

Die Einhorn-Apotheke kann auf eine über 350-jährige Tradition zurückblicken.

Während im Erdgeschoss des „Blauen Hauses“, eines spätbarocken Gebäudes, heute noch die moderne Apotheke betrieben wird, kann man im darunter gelegenen früheren Arzneikeller die vollständige Apothekeneinrichtung aus der Zeit des berühmten Apothekers und Limesforschers Wilhelm Kohl (1848–1898) besichtigen.

Neben der Offizin (Verkaufsraum der Apotheke) ist das Laboratorium mit sämtlichen damaligen Arbeitsgeräten wie Destillierkolben, Tubenabfüllgerät, Tablettenpressmaschine und vielem mehr erhalten.

In der „Historischen Material- und Kräuterkammer“, strömt aus Schränken der Geruch von getrockneten Heilkräutern und Gewürzen.

Mineralien, Harze, Kräuterhackbrett, Häckselmaschine, Mörser u. a. zeigen die Verarbeitung der Heilpflanzen.

Ein besonders wertvolles Stück stellt das Manual (Rezeptbündel) aus dem späten 19. Jh. dar, in dem unterschiedlichste Rezepturen zusammengefasst sind.

Daneben gibt es Erläuterungen zum berühmten Einhornpulver, das angeblich gegen jede Krankheit half.

Dohlenfelsen

Den Raum der Frankenalb bedeckte damals Meer. Das warme, tropische Klima begünstigte das Wachstum von Schwämmen, die zusammen mit Kalkalgen gewaltige Riffe aufbauten. Diese Algen-Schwamm-Riffe wuchsen in einer Wassertiefe von etwa 50-80 m und entwickelten sich im Laufe der Zeit zu großen kuppelförmigen Bauten mit über 50 m Höhe. Ihre Entstehung kann man sich folgendermaßen vorstellen: Die Verwesungsgase abgestorbener Schwämme bewirkten eine verstärkte Kalkausfällung aus dem Meerwasser. Gleichzeitig siedelten sich auf den toten Schwämmen Blaugrünalgen an, die dicke Kalkkrusten bildeten. Dadurch schufen sie eine feste Riffoberfläche, auf der sich neue Schwämme und andere Organismen ansiedeln konnten. Der ursprünglich ausgefällte Kalk wurde nachträglich vielfach durch magnesiumhaltige Lösungen in Dolomit (Kalzium-Magnesium-Karbonat) umgewandelt. Durch eine Hebung des Meeresbodens vor ca. 140 Millionen Jahren wurden die Lebensbedingungen für die Schwämme ungünstiger und die Riffe starben ab. Der Dohlenfelsen ist Teil eines solchen versteinerten Schwammriffes, allerdings noch geschliffen und poliert von den Fluten der Urdonau und angenagt von den Einflüssen der Witterung.

Vom Dohlenfelsen erzählt eine Sage, der Herrscher auf der Burg bei Aicha habe Verurteilte vor versammelter Bevölkerung vom Felsen stürzen lassen. Als wieder ein Urteil vollstreckt werden sollte, bat der Bischof von Eichstätt, von dieser schrecklichen Hinrichtungsart abzusehen. Doch der Burgherr erklärte, nur auf ein Zeichen Gottes hin werde er dies tun. Darauf stieg der Bischof auf den Dohlenfelsen und betete. Als er wieder herabstieg, hatte sich – von Aicha her deutlich erkennbar – seine betende Bischofsgestalt auf der Spitze des Felsens in Stein verewigt. Daraufhin gelobte der Herrscher, niemand mehr in den Abgrund zu stürzen.

Mauerner Höhlen

Die Höhlen sind durch Gitter geschützt, da zum einen Einsturzgefahr besteht und zum anderem das Gitter vor Raubgräberei schützen soll. In vier Ausgrabungsepochen wurden hier bedeutende Funde gemacht, die den Wissenschaftlern wichtige Einblicke in das Leben steinzeitlicher Bewohner geben. Neben Überresten einstiger tierischer Bewohner fand man hier auch Belege für menschliche Nutzung der Höhlen. Vor allem im Sommer wohnten hier Steinzeitmenschen. Neben zahlreichen Knochen fand man auch Werkzeuge und eine Kalksteinfigur, die eine sitzende Frau darstellt.

Weitere Informationen zur Entstehungsgeschichte der Höhlen, dem Naturschutzgebiet „Mauerner Höhlen“, dem Ort Mauern und dem Urdaonautal liefern erst kürzlich errichtete Informaionstafeln.

Stichvillenpark

Der Park wurde 1883 um die klassizistische Gartenvilla im Stil der Englischen Gärten angelegt.

Die 1,3 ha große Anlage wird vom Seeweiher, dem Schulviertel und dem Verkehrsübungsplatz begrenzt.

Teilbibliothek I der KU Eichstätt-Ingolstadt („Ulmer Hof“)

Die Katholische Universität übernahm 1977 das durch den Umzug des Willibald- Gymnasiums frei gewordene Gebäude als Lehr- und Verwaltungsgebäude.

Im ehemaligen Innenhof entstand eine Teilbibliothek.

Die Arkaden bilden heute die entscheidende Schnittstelle zwischen Alt- und Neubau, zwischen Geschichte und Gegenwart.

Der ehemalige Hofbereich wurde durch eine leichte Überspannung aus Stahlfachwerkbindern und Trapezblechen zum Innenraum.