by | Aug. 24, 2026
Kaldorf gehörte zu den so genannten „Königlichen Dörfern“, die seit 1305 unmittelbar dem Kaiser bzw. König unterstanden; ab 1534 war diese Herrschaft, die so genannte Reichspflege, an die evangelische Reichsstadt Weißenburg verpfändet, so dass ein Teil der Bewohner von Kaldorf evangelisch wurde. Erst 1679 gelang es dem Hochstift Eichstätt nach 200 Jahre langem Bemühen endgültig die Herrschaft über Kaldorf zu erwerben. Mit der Neuordnung der Herrschaftsverhältnisse ging auch eine Stärkung des katholischen Bekenntnisses einher, die 1659 mit der Erhebung Kaldorfs zur Pfarrei (vorher Filiale von Titting) begann und mit dem Kirchenneubau 1709/10 einen Höhepunkt erreichte.
Beim Neubau 1709/10 wurde für die Kirche eine neue Einrichtung erworben, die ihr noch heute ein einheitlich barockes Gepräge gibt. Die drei Altäre, deren Altarblätter wohl Matthias Zink aus Eichstätt malte, und die Kanzel stammen aus dieser Zeit. Die Figurengruppe mit Christus und Maria Magdalena links der Kanzel und das große Kruzifix mit schmerzhafter Mutter an der rechten Langhauswand sind gute Schöpfungen aus dem Kreis des Eichstätter Bildhauers Christian Handschuher um 1700. In der Zeit der Gotik (um 1480) entstand die schöne Madonna mit Jesuskind, die sich früher in der Wegkapelle an der Nordseite des Ortes befand und jetzt an der linken Langhauswand hinten steht.
Die Selbdrittgruppe in einer Nische der rechten Langhausseite ist ebenfalls eine gotische Skulptur (Frühzeit des 16. Jahrhunderts); die hl. Anna hält auf ihrem Schoß das Marienkind und den Jesusknaben, der die Hand auf das von Maria gehaltene Buch legt. Auch dieses Schnitzwerk stand früher in der erwähnten Wegkapelle.
by | Aug. 24, 2026
Die Bildhauerarbeiten wurden dem Eichstätter Christian Handschuher übertragen; sein Hochaltar wurde 1922 nach St. Martin in Nürnberg verkauft und durch ein Werk des Regensburger Bildhauers Jakob Helmer ersetzt.
1714 wurde der Turm neu mit Schindeln gedeckt, 1836 erhöht und mit einer Kuppelhaube mit vierseitiger Laterne versehen.
1731 wurde eine dritte, heute nicht mehr vorhandene Glocke angeschafft.
1922 entstand das Deckengemälde durch Leonhard Toma und außer dem Hochaltar auch die Kanzel.
Die beiden Seitenaltäre sind barocke Schöpfungen von 1730.
Mehrere Holzfiguren stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, ein Erbärmdechristus aus dem Ende des 15. Jahrhunderts.
1953/54 wurde die Kirche nach Westen hin erweitert.
In einer angebauten Kapelle findet man eine Ölbergszene mit „tüchtigen (Holz-)Rokokofiguren“ (Mader), wahrscheinlich von Joseph Anton Breitenauer (1722–1785).
Eine steinerne barocke Kreuzigungsgruppe ist an der nördlichen Außenwand angebracht.
Auf dem Platz vor der Kirche steht eine Mariensäule.
[Hier geht`s zur Pfarrei Pietenfeld.](https://pietenfeld.bistum-eichstaett.de/startseite/)
by | Aug. 24, 2026
Im Modelleisenbahn Miniaturland Treuchtlingen erwartet Sie eine Fantasie-Landschaft im Maßstab 1:87 mit liebevollen Details aus dem Altmühltal und ganz Deutschland. Auf einer Fläche von 250 m² können Modellbahnbegeisterte und ihre Kinder unsere Heimat entdecken.
Die Anlage verfügt über einen vollständigen Fahrbetrieb von 218 Zuggarnituren, von alten Dampfloks mit echtem Dampf, dem Orient-Express bis hin zum modernen ICE.
Neben Bauernhöfen, einer Gärtnerei, Steinbrüchen, dem Kohlebergwerk, dem Bergmassiv mit Seilbahnen, einem Weinberggebiet, Zoo und Rummelplatz ist auch viel Technik zu sehen. Alles ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet: In einem großen Steinbruch und Schotterwerk werden zum Beispiel zwei Dinosaurierfunde von Archäologen mit präziser Feinarbeit freigelegt, auf einem Friedhof der Klosterkirche findet eine Beerdigung statt und auf dem Festplatz drehen sich viele bewegliche Fahrgeschäfte. Finden Sie das Liebespaar hinter dem Felsen?
Verkehrsnetze mit automatisch gesteuerten Autos, Straßenbahnen und einem in Planung befindlichen Flugplatz ermöglichen einen lebendigen Eindruck, da der Geländebau noch im Entstehen ist.
Eine Spielecke für Kinder, eine Dauerausstellung verschiedener Märklin-Bausätze und Zugverkehr aus allen Epochen machen den Besuch zu einem Erlebnis für Jung und Alt.
by | Aug. 24, 2026
78 überlebensgroße Plastiken kauern, bäumen sich auf und kriechen auf dem Figurenfeld des Künstlers – ein eigentümlicher Gegensatz zu der kargen Juralandschaft des Hessentals.
Einzelne Figuren weisen zunächst den Weg in die Mulde, wo sich die Figuren zu einem bizarr erstarrten Schlachtfeld zusammenfügen.
Sie symbolisieren die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt.
Über 20 Jahre hat Alois Wünsche-Mitterecker an diesen Figuren aus Portlandzement, Granit- und Basaltkörnern gearbeitet.
Die Vollendung des Werkes hat er selbst nicht mehr erlebt; ein Teil der Figuren wurde erst nach seinem Tode (Dezember 1975) in den Jahren 1976 – 1979 nach seinen Plänen aufgestellt.
by | Aug. 24, 2026
In dem Abbruch an der Ostseite eines kleinen Trockentales findet sich der in den Fels geschlagene Palisadengraben wenige Meter vor der Limesmauer. Dieser wird sonst nur indirekt an einer Reihe von Mulden in den zahlreichen Rückewegen, die hier die Limeszone queren, nachvollziehbar.
Eine Besonderheit stellt in diesem Abschnitt ein Spalt in einem Felsblock dar, der, in der Flucht des Palisadengrabens gelegen, offensichtlich bei Errichtung der Palisade durchgeschlagen wurde.