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Kath. Kirche St. Oswald Hepberg

Ein Kunstwerk von außergewöhnlichem Rang ist vor allem das Relief am rechten Seitenaltar: Es zeigt die Kreuzigung des hl. Andreas und könnte ein Werk des Landshuter Bildhauers Stephan Rottaler aus der Zeit um 1510/20 sein. Die Figuren zu beiden Seiten des Reliefs, rechts der hl. Laurentius und links der hl. Leonhard, sind ebenfalls ausgezeichnete Arbeiten um 1510/20, die möglicherweise zwar nicht von Rottaler selbst, aber aus seiner Werkstatt stammen. Künstlerisch wertvoll ist auch der linke Seitenaltar mit einer schönen Madonnenfigur (um 1510/20), die gleichfalls der genannten Werkstatt zugeschrieben wird; die beiden Seitenfiguren, St. Martin (rechts) und St. Wolfgang (links), die zur selben Zeit, aber von anderer Hand geschnitzt wurden, sind Relieffiguren, deren Rückenhälften man später ergänzte. Die großartige Figur des hl. Johannes des Täufers an der linken Langhauswand könnte wiederum ein eigenhändiges Werk Stephan Rottalers um 1510/20 sein. An der rechten Langhauswand beeindruckt die Barockfigur des Kirchenpatrons St. Oswald, die wohl vom Ingolstädter Bildhauer Georg Maurer um 1670 geschaffen wurde.

Ehemalige Reitschule, Teilbibliothek II der KU Eichstätt-Ingolstadt („Aula“)

Die einstmals weitläufige Vierflügelanlage der fürstbischöflichen Hofstallungen ist der mittelalterlichen Kernstadt östlich vorgelagert. Fürstbischof Franz Ludwig Schenk von Castell ließ sie ab 1727 im Zusammenhang mit der Verlegung der Hofhaltung und damit auch der Stallungen von der Willibaldsburg in die Stadt auf dem Gelände des einstigen Stadtgrabens errichten. Baumeister war wohl Gabrieli.

Die Hofstallungen bestanden aus vier, stilistisch und formal zusammengehörigen Flügeln, welche den großen längsrechteckigen Reithof umschlossen. Die beiden südlichen und nördlichen Quertrakte waren als giebelständige, zweistöckige Gebäude mit Satteldach und schlichter Fassadengliederung ausgebildet. Der Südflügel diente als Reithalle; der einzig in ursprünglicher Gestalt erhaltene Nordflügel beherbergte die Wohnungen des Stallmeisters und des Leibkutschers. Von den beiden schmalen Längstrakten nahm der westliche die Stallungen und der östliche die Remisen bzw. die Futterkammern auf. Zwei noch erhaltene Zufahrten, die eine südlich des Nordflügels und die andere westlich durch den Stadtmauerturm führend, erschlossen das Gelände.

Die Anlage verblieb nach Auflösung des Fürstbistums im Zuge der Säkularisation ab 1802 vorläufig in bischöflichem Besitz, gehörte 1817-1855 den Herzögen von Leuchtenberg und wurde schließlich bayerisches Staatseigentum. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts veränderte man den Komplex einschneidend. So wurden der gesamte Westflügel beseitigt sowie 1868 das Gelände durch die Wohlmuthgasse und die sie flankierenden Gartenmauern durchtrennt. 1897/98 errichtete man den Ostflügel für den Zeichen- und Musikunterricht des königlichen Gymnasiums neu. Die ehemalige Reithalle diente bereits seit 1869 als „Aula“ des Gymnasiums. 1903/04 gestaltete man sie schließlich zu einem repräsentativen neubarocken Konzertsaal um. Seit 1981 als Zweigstelle der Universitätsbibliothek EIchstätt genutzt, wurde sie zuletzt bis 1996 saniert und druch das Diözesanbauamt unter Karl Frey um einen modernen Anbau erweitert. Der Nordflügel war bereits 1979-81 zum Studentenzentrum umgebaut worden. (Dr. Claudia Grund)

Modernisiert als Teilbibliothek II der Katholischen Universität Eichstätt durch Karl Frey

Napoleongedenkstein

Nahe der kath. Pfarrkirche St. Felizitas befindet sich der Napoleongedenkstein. Vom Standort des Gedenksteins beobachtete Napoleon 1805 den Übergang seiner Truppen über den Lech.

Limesbuche

Das Alter der Limesbuche wird auf 350 bis 500 Jahre geschätzt.
Die Krone der Buche hat einen Durchmesser von über 34 m, daraus ergibt sich ein Umfang von über 106 m und eine überdeckte Fläche von ca. 1.050 m².
Der Durchmesser des Stammes beträgt 2,20 Meter und der Stammumfang 6,90 Meter.
In unmittelbarer Umgebung finden sich weitere uralte Bäume.
Außerdem lädt an der Limesbuche eine kleine Sitzgruppe bei herrlicher Aussicht zur Rast ein.
Eine Schautafel gibt Informationen über das Grundstück und die Bäume.

Badturm

Der Badturm wurde nach dem ehemaligen oberen Bad benannt. Der Turm diente unter anderem der städtischen Hebamme als kostenlose Unterkunft. Alle Vierteljahre erhielt die Hebamme ihre Besoldung und ein Fuder Holz. Weitere Namen für diesen Turm waren im Laufe der Jahrhunderte auch „Rundturm“ und, nach einem Besitzer des Turms, „Lierlturm“.

Baudenkmal D-1-76-114-1