by | Aug. 24, 2026
Im Oktober 1684 gab es Klagen über den langsamen Baufortschritt. An der Ausführung waren beteiligt der Maurer Hans Biba, der Zimmerer Andre Fiegentaler und der Schreiner Wolf Ecker. Der Zeitpunkt der Fertigstellung ist nicht überliefert.
Das stattliche zweigeschossige Jurahaus verfügt über einen Kniestock und ist über quadratischem Grundriß errichtet. Es wird von der Giebelseite über einen Mittelflur erschlossen. Die Fassade ist durch Ecklisenen und Geschoßbänder gegliedert. Zahlreiche Modernisierungen haben den Charakter des Gebäudes verändert.
Der zugehörige Fachwerkstadel ist ein Dokument für die ursprüngliche landwirtschaftliche Abgabeverpflichtung von Naturalien zur Versorgung des Geistlichen. 1869 ist er durch Brand beschädigt und wieder aufgebaut worden. Beide Gebäude verfügten über das landschaftstypische Legschieferdach aus Solnhofener Steinen.
by | Aug. 24, 2026
Die Haltung von Bienen ist eng mit der menschlichen Kultur verbunden. Während der Mensch in der Zeit der Sammler und Jäger nur die Honigvorräte der Wildbienen ausgeplündert hat, wurden mit dem Übergang zur sesshaften Lebensweise die Honiglieferanten domestiziert. Die erste sichere Nachricht über eine geregelte Bienenhaltung stammt aus dem alten Ägypten. Das Wissen um die Honigbiene wurde erstmals von Aristoteles in seiner „Naturgeschichte“ niedergelegt. In Mitteleuropa gibt es zwei Entwicklungslinien der Bienenbewirtschaftung, die Waldimkerei oder Zeidlerei und die Korbimkerei in den menschlichen Siedlungen.
Honigbienen sind das drittwichtigste Nutztier des Menschen. Ohne die Bienen würde Manches auf unserem Speiseplan fehlen. Eine vollkommene Zähmung wie die anderer Haustiere ist bei den Bienen nicht gelungen. Die staatenbildenden Insekten werden vom Menschen durch das Angebot von Behausungen gefördert. Über eine Auslesezucht können die Sanftmut der Bienen und der Honigertrag verbessert werden. Das Schwarmverhalten kann den Bienen jedoch nicht abgewöhnt werden. Heute vermeiden die Imker das Abschwärmen und den Verlust von Völkern durch rechtzeitige Teilung des Bienenvolkes.
Gerne sind die Imker bereit, Schulklassen, Kindergartengruppen und Erwachsene in die faszinierende Welt der Bienen einzuführen. Auf telefonische Absprache können Führungen am Lehrbienenstand und in den Vorbild-Biotopen angeboten werden. Ebenso sind Vorträge zur Imkerei und zur Bedeutung der Biologischen Vielfalt möglich. Auch eine Aufstellung von Bienenstöcken in Schulgärten kann vom Imkerverein gefördert und betreut werden. Honig ist ein wichtiger Bestandteil der gesunden und ausgewogenen Ernährung. Deshalb ist es wichtig, Kindern den Ursprung dieses Lebensmittels zu zeigen.
by | Aug. 24, 2026
Von dieser Stelle ist bisher nur der 4,70 x 4,70 m große Standort des Steinturms gefunden und 1971/72 im Grundriss an originaler Stelle 1 m hoch rekonstruiert worden. Der Holzturm steht als „Modell“ an frei gewählter Stelle außerhalb der Limeslinie. Zur Erläuterung der Situation gibt es vor Ort eine Informationstafel.
Der Limesverlauf ist durch den Waldrand und dem parallel dazu verlaufenden befestigten Begleitweg, auf dem der Deutsche Limes-Radweg und Limeswanderweg verlaufen, gut nachvollziehbar. Von der Limesmauer sind vor und nach dem Wachtposten Wp. 14/48 Befundspuren, erst als Wegböschung, dann ca. 50 m weit auf beiden Seiten des rekonstruierten Steinturmfundaments und nordöstlich des Weges als wenig ausgeprägter Wall (Höhe 10 – 20 cm, Breite ca. 4 – 5 m) zu erkennen. Erst 120 m südöstlich vom Steinturm entfernt, beginnt wieder ein längeres Wallstück am Waldrand sichtbar zu werden, ca. 10 – 20 cm hoch und 3 m breit.
Als nächstgelegene, sichtbare Limesbefunde sind der Burgus in 2,6 km und der gut erhaltene Standort des Holzturms Wp. 14/50 in ca. 1,3 km Entfernung auf Wirtschaftswegen zu Fuß zu erreichen.
by | Aug. 24, 2026
Der Kaisheimer Abt Cölestin I. Meermoos ließ den für die dörflichen Verhältnisse stattlichen, einschiffigen Bau unter Verwendung des spätgotischen Turmuntergeschosses um 1756/57 im reinsten Stil der Zeit errichten und ausstatten. Besonders erwähnenswert sind die eleganten Stukkaturen, prächtigen Deckenfresken sowie die klassizistischen Hoch- und Seitenaltäre mit Gemälden von Johann Baptist Enderle.
by | Aug. 24, 2026
Die Seitenfiguren am Hochaltar, rechts St. Margareta und links St. Magdalena, schuf um 1520 ein Bildschnitzer, der nach seinem Hauptwerk als „Meister des Preither Altars“ bezeichnet wird. Von derselben Künstlerhand stammt ein Relief mit der Darstellung des hl. Wendelin an der rechten Langhauswand; das Relief zeigt ein Idyll: Der Heilige sitzt inmitten seiner weidenden Schafherde im Gras und reicht seinem Hund ein Brot, während zwei Widder vor dem Hintergrund von Jurafelsen ein Hörnerduell auskämpfen. Ein Schmuckstück der Kirche ist die prächtige Stuckkanzel; Giuseppe Venino, der zum Künstlerstab Gabrielis gehörte und später an der Stukkierung der Würzburger Residenz mitarbeitete, führte sie 1722 aus. Ebenfalls 1722 entstanden die Stukkaturen und die Deckenfresken mit marianischen Szenen. Die zwei großen Ölgemälde an den Langhauswänden (Mariä Verkündigung und die Anbetung der Hirten) sind Werke der Barockzeit etwa aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.