by | Aug. 24, 2026
Die Grabhügel in der Waldabteilung „Altes Holz“ sind seit Langem bekannt. Schon Ende des 18. Jahrhunderts erfolgten unter Leitung des Eichstätter Professors Ignaz Pickl Ausgrabungen in diesen aus Steinen aufgebauten Hügeln. Nach Angabe Pickls kamen dabei keine Funde zutage. Da die Arbeiter damals unsystematisch vorgingen, ist anzunehmen, dass die Bestattungen noch immer ungestört unter dem Hügel ruhen. Grabhügel wurden vorwiegend in der Bronzezeit (um 1500 v. Ch.) und der Hallstattzeit (um 600 v. Ch.) angelegt. Die nächsten bekannten Gräberfelder befinden sich im Bereich der Sandgrube gegenüber der Ortschaft Ilbling und in der Altmühlniederung südlich von Kinding. Wer in den Grabhügeln im „Alten Holz“ bestattet wurde, lässt sich heute nicht mit Gewissheit sagen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es die Bewohner der jeweiligen Siedlungen waren, die im unteren Hangbereich, südlich von Kinding entdeckt wurden. Dort fanden sich in den 70-er Jahren zahlreiche Funde der Bronzezeit und der Hallstattzeit. In den Grabhügeln diese Epochen waren die Toten in gestreckter Rückenlage nord-süd ausgerichtet niedergelegt. Manchmal finden sich unter den Hügeln auch Brandschüttungen, d. h. dass die Asche des auf dem Scheiterhaufen verbrannten Leichnams zusammen mit Beigaben unter dem Hügel ausgeschüttet wurde. Als Beigaben finden sich in Frauengräbern zumeist Schmuckgegenstände aus Bronze und ein Satz Tongefäße zur Aufnahme von Speisen. In Grabhügeln der Bronzezeit können dies Armringe oder Armspiralen, Bronzebesätze der Kleidung oder Kopfbedeckung sein oder auch Gewandnadeln. In Männergräbern finden sich dagegen Werkzeuge und Waffen wie etwa Beile, Dolche oder sehr selten, ein Schwert aus Bronze. Ähnliches gilt für die Hallstattzeit. Hier tritt jedoch anstelle von Bronze der neue Werkstoff Eisen auf. Gürtelbleche, Messer, Lanzenspitzen oder Schwerter sind aus diesem Material hergestellt. Den sozial am höchsten stehenden Personen kann auch ein vierrädriger Wagen beigegeben sein, wie Ausgrabungen 1995 im Talgrund bei Kinding eindrucksvoll zeigten.
by | Aug. 24, 2026
Der Frührokokobau mit seiner reichen Fassadengliederung versetzt Besucher immer wieder ins Staunen, befindet sich im Inneren ein prachtvoller Bibliothekssaal mit kunstvollem barocken Schrankwerk aus dem ehemaligen Reichskloster Kaisheim. 1732 zu religiösen Zwecken erbaut, wurde nach dem Erlass des bayerische Kurfürsten Max IV Joseph, der spätere erste bayerische König, 1803 eine Provinzialbibliothek eingerichtet.
Das Gebäude ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen!
by | Aug. 24, 2026
Altmühltaler Honig, leckerer Honigmet und Honigliköre. Blütenpollen aus eigener Ernte. Besuchen Sie unseren Hofladen in Buxheim. Gerne stellen wir einen Geschenkkorb für Sie zusammen! Angebot für Kunden und Gruppen: Führung durch den Lehrbienenstand Ingolstadt. Service Frei Haus Lieferung Lieferung an Großabnehmer Hofladen
by | Aug. 24, 2026
Für den Wiederaufbau des zusammenhängenden, jedoch fünf Einzelobjekte umfassenden Gebäudezuges von 1680-85 lieferte Jakob Engel die Pläne. Während an den beiden Kopfbauten zum Marktplatz bzw. zur Luitpoldstraße hin die Polygonalerker noch auf Engels Handschrift verweisen, wurden sämtliche Fassaden im 18. und 19. Jh. entsprechend dem Geschmack und Geldbeutel ihrer großbürgerlichen Besitzer umgestaltet. Prominentester Bauherr war hier der fürstbischöfliche Hofbaudirektor Gabriel de Gabrieli, der sein Wohnhaus 1733 mit einer repräsentativen Fassadengestaltung versah.
by | Aug. 24, 2026
Von Dollnstein, das in einem ausgedehnten Talkessel an der Altmühl liegt, öffnet sich nach Süden in Richtung Wellheim ein weiteres Tal, jedoch ohne Fluss. Das sogenannte Wellheimer Trockental windet sich von Rennertshofen her kommend in großen Schleifen durch die Juralandschaft der Südlichen Frankenalb.
Wie entstand diese Tälerlandschaft? Ab Beginn des Quartärs floss die wasserreiche und stark mäandrierende Urdonau bei Rennertshofen in Richtung Norden und über das heutige Altmühltal nach Kelheim. Beweis dafür sind neben der Breite des Tals die alpinen Gerölle, die man an den Talflanken des Wellheimer Trockentals und des heutigen Altmühltals finden kann. Im Verlauf von mehr als zwei Millionen Jahren schnitt sich die „Altmühl-Donau“ immer tiefer zunächst durch weiche kreidezeitliche und tertiäre Ablagerungen und legte damit seinen Lauf in groben Zügen fest. Gleichzeitig wurde die Frankenalb durch tektonische Bewegungen langsam gehoben. Als die Urdonau auf das harte Juragestein stieß, versuchte sie dem Verlauf der etwas weicheren Plattenkalkwannen zu folgen. Wo dies nicht möglich war, musste sie sich durch die harten Riffgesteine „beißen“. So entstanden dort engere Talabschnitte und, vor allem an den Prallhängen, großartige Felswände und Felstürme.
Zur Laufverlagerung kam es folgendermaßen: Südlich der Altmühl-Donau schufen kleinere Flüsse weitere Täler wie z. B. das heutige Schuttertal. Durch rückschreitende Erosion und Verkarstung rückten die Quellregionen dieser Flüsse immer weiter nach Westen gegen das Tal der Altmühl-Donau vor. Schließlich erreichte die Ur-Schutter das Wellheimer Tal und zapfte das gesamte Donauwasser ab. Der Donaulauf wurde damit südlich von Wellheim nach Osten durch das heutige Schuttertal in Richtung Ingolstadt verlegt. Allerdings nutzte die Donau diesen Weg nur kurze Zeit, denn wenig später wurde sie südlich von Rennertshofen erneut angezapft – mit der Wirkung, dass sie nunmehr nach Osten floss und sich ihr heutiges Bett schuf. Der ursprüngliche Abschnitt des Donautals zwischen Rennertshofen und Dollnstein fiel trocken, das Urdonautal von Dollnstein bis Kelheim machte sich die Altmühl zu eigen.