by | Aug. 24, 2026
1035 bei der ersten urkundlichen Erwähnung wurde Rehlingen schon als „Kirchdorf“ bezeichnet. Zu dieser Zeit stand die Kirchengemeinde in direkter Verbindung mit dem Walburgikloster in Eichstätt. 1542 wurde die Reformation eingeführt. Die sehenswerte Wehrkirche mit sehr massivem Turm stammt zum überwiegenden Teil aus der Zeit um 1750.
by | Aug. 24, 2026
Wie die großen reichsstädtischen Bürgerkirchen Mittelfrankens besaß auch Weißenburg in der St.-Andreas-Kirche eine große und reiche Kirchenausstattung, die auf Stiftungen der Bürger zurückging. In der bisher als Sakristei genutzten ehemaligen Läutstube unten im Turm wurde 1995 eine Schatzkammer eingerichtet, in der die noch erhaltenen vor- und nachreformatorischen Kirchenschätze ausgestellt werden.
Kostbarstes Kleinod ist ein romanisches Altar-und Prozessionskreuz des 12. Jh. Erstmals wird auch der 1930 wiederentdeckte „Weißenburger Reliquienschatz“ gezeigt, zu dem acht Thronapostel (um 1400) sowie – neben weiteren Reliquienbehältnissen – zwei hervorragende textile Kopfreliquiare gehören.
Eine Vorstellung von der reichen Kirchenausstattung vermitteln ein Triptychon mit getriebenen Silberreliefs, ein kleines Doppelaltärchen mit einer St.-Georgs-Gruppe und einem Gnadenstuhl aus Alabaster in den Schreinen sowie zwei gefaßte Leuchter Engel.
Die ausgestellten Vasa sacra und weitere textile Ausstattungsstücke vom Anfang des 16. bis zum 19. Jh. zeigen mit ihren Stifterinschriften die Verbundenheit der Weißenburger Bürger mit ihrer Kirche. Die Schatzkammer befindet sich hinter Glas und ergibt eine passende Umgebung für die sehr interessanten und wertvollen Kunstschätze.
Führungen vermittelt das Pfarramt auf Anfrage 09141/9746-0
by | Aug. 24, 2026
Die Gesamtausdehnung der nahezu rechteckigen Befestigungsanlage beträgt in nord-südlicher Richtung max. 250 m und in ost-westlicher Richtung max. 180 m. Die Innenfläche mißt entsprechend 180 m x 140 m und ist nahezu eben. Insbesondere gut sichtbar ist ein tiefer Graben an der Ostseite. Funde aus der Latènezeit (Details s. Infotafel vor Ort) Diese nahezu rechteckige, an den Ecken abgerundete Wallanlage liegt ca. 300 m südöstlich von Ried bei Monheim. Im Volksmund wird sie „Burg“ genannt und man vermutete alte Gewölbe u.ä. darunter. Im Rahmen der Flurbereinigung wurden Beschädigungen durch Bagger und Materialgruben beseitigt. Die Gesamtausdehnung beträgt in nordsüdlicher Richtung ca. 250 und in ostwestlicher Richtung 180m. Die Innenfläche misst entsprechend 180x140m, sie ist fast eben und steigt von Norden nach Süden um lediglich 4m an, mit einem höchsten Punkt von 540m über NN im Südosten. Ein alter Zugang lässt sich nirgends mehr mit Sicherheit ausmachen. Der Wall ist als Versturz der einstigen Befestigung noch am besten – bis zu 2m hoch – auf der Ostseite erhalten, z.T. auch auf der Südseite, sonst aber weitgehend durch Überackerung verebnet. Der größte Höhenunterschied von der Grabensohle bis Wallkrone beträgt 7m auf der Ostseite. Hier reicht der Graben noch bis 3,5m unter die östlich anschließende Oberfläche. Auf der Südseite zeigt sich der Graben gut erhalten und wassergefüllt, während er auf der Westseite weitgehend zugepflügt wurde. Auf der Nordseite ist der Graben durch moderne Wegführung völlig verschwunden. Über die Konstruktion der einstigen Befestigung gibt ein Grabungsbericht von Wilhelm Kohl aus Weißenburg einige Auskunft. Als Streckenkommissar hat er im Rahmen der Reichs-Limesforschung auf der Suche nach einem römischen Kastell in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts hier gegraben. An der Nordwestecke der Anlage fand er im Bereich des verebneten Walles eine Trockenmauer mit senkrechten Pfostenschlitzen auf der Innenseite. Er verfolgte diese Mauer auf ca. 30m Länge. Die dabei aufgefundene Keramik wurde nach Weißenburg gebracht als nicht-römisch befunden – seitdem ist sie verschollen. Neuere Grabungen haben nicht stattgefunden. Die z.T. gute und steile Erhaltung von Wall und Graben spricht im Zusammenhang mit der Pfostenschlitzmauer für eine mittelalterliche Zeitstellung, wobei ältere Vorläufer nicht auszuschließen sind, zumal hier 1971 eine späthallstattzeitliche Paukenfibel (ca. 500 v.Chr.) gefunden worden ist.
by | Aug. 24, 2026
In dem Geburtshaus der Ingolstädter Literatin Marieluise Fleißer (1901–1974) bringen sieben Themenräume Leben und Werk der Autorin den Besucherinnen und Besuchern nahe. Schwerpunkt hierbei bildet die außergewöhnliche Sprache, die sich sicht-, hör- und lesbar als sog. „Fleißer-Ton“ bzw. „Fleißer-Stimme“ durch das ganze Haus zieht. Zu ihrem literarisch zeitlosen Schaffen trägt auch die Person der Marieluise Fleißer selbst verblüffend aktuelle Züge – als Allroundtalent betätigte sie sich u.a. als Stoffdesignerin und entwarf farbenfrohe Muster, welche heute die Wände des Museums zieren.
by | Aug. 24, 2026
Der Friedhof grenzt sich mit einer ca. 100 Meter langen Friedhofsmauer zur Autobahn ab, dadurch werden akustische wie optische Beeinträchtigungen weitgehend eliminiert. Der einfach gestaltete Glockenturm übernimmt als sichtbares Wahrzeichen die Präsenz nach außen.Der Friedhofseingang bezieht mit dem bogenförmig gekrümmten Holzlamellenzaun im Süden eine Baumgruppe mit altem Feldkreuz in die Gesamtkomposition mit ein.
Die Terrassierung des Hanggrundstückes schafft vier Plateaus, die zusammen mit den linear angeordneten Eibenhecken die Grabfelder zonieren. Die Aussegnungshalle ist als „Endpunkt“ des Prozessionsweges aus dem Dorf (Kirche) am Ende der Mauer situiert. Die Aussegnungshalle ist ausschließlich über Oberlichte natürlich belichtet. Der helle, lichtdurchflutete Raum schafft mit Hilfe der weißen Wände und des dezenten Natursteinbelages eine sakrale Atmosphäre.Die Aussegnungshalle ist in Massivbauweise errichtet. Die Decken und Raumverfaltungen sind in Stahlbeton geformt. Auf dem Holzdachstuhl befindet sich eine Edelstahlblecheindeckung, mit innenliegender Dachentwässerung. Fassadenverkleidung und Bodenbelag der Aussegnungshalle bestehen aus Jurakalksteinplatten.
Die Friedhofsmauer ist aus Betonfertigteilen zusammengefügt. Auf der Innenseite bilden die Fertigteilstützen und -riegel ein Arkadenmotiv. Die glatt und scharfkantig ausgebildeten Fertigteile sind auf der Innenseite mit gebürsteter Oberfläche versehen. Auf der Außenseite setzt sich der sandgestrahlte Sockel mit Konsolabschluß von den glatten Wandelementen ab. Diese sind übereinander versetzt angeordnet; in den Stoßfugen sind hochformatige Natursteinblöcke eingelegt. Durch die Reduzierung der Materialien auf Jurastein in Gehweg, Fassade und Bodenbelag sowie Beton in der Friedhofsmauer entsteht ein spannungsreiches Materialgefüge.