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Kath. Kirche St. Sixtus Dörndorf

Die hervorragendsten Kunstwerke der Kirche sind die Figuren in der Nische des Hochaltars, in der Mitte der Kirchenpatron St. Sixtus, rechts Johannes der Täufer und links St. Laurentius. Die um 1510 bis 1520 entstandenen Holzskulpturen waren ursprünglich die Schreinfiguren des spätgotischen Altars und wurden bei Errichtung des barocken Hochaltars (um 1720) beibehalten. Die Figuren, die sich durch tiefe Beseelung auszeichnen, stehen nicht beziehungslos nebeneinander: Dargestellt ist die Heiligenlegende, nach der Papst Sixtus II. (257/258) die Kirchenschätze seinem liebsten Schüler und Archidiakon Laurentius anvertraut. Dieser sollte sie unter die Armen verteilen, bevor sie der römische Kaiser beschlagnahmt. Der hl. Sixtus, eine sehr vornehme, abgeklärte Erscheinung, reicht gerade den Geldbeutel dem hl. Laurentius, der demütig mit geneigtem Haupt seine Rechte danach ausstreckt. Auch Johannes der Täufer wendet sich der Mittelfigur zu, während seine Hand auf das Lamm Gottes weist. Ebenfalls spätgotische Figuren besitzen die barocken Seitenaltäre: rechts eine gute Skulptur des hl. Martin, die um 1510 entstand und aus Kinding stammt, links eine ebenfalls um 1510 geschaffene Madonna mit dem segnenden Jesuskind.

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Domplatz – Keimzelle von Eichstätt

Im Jahr 745 wurde mit der Gründung des Bistums der Grundstein zur Entstehung des heutigen Eichstätt gelegt: Der angelsächsische Missionar Bonifatius, Apostel der Deutschen, veranlasste an dieser Stelle den Bau eines Klosters. Zum ersten Bischof wurde Willibald gewählt, ein Verwandter des Bonifatius, der ebenfalls aus England stammte. Mit diesem ersten Kloster begann die Entwicklung Eichstätts zu einem christlich-geistlichen Zentrum. Im 9. Jahrhundert gelangten die Reliquien der heiligen Walburga nach Eichstätt, einer Schwester des Willibald. Das Kloster St. Walburg entstand nicht weit entfernt von hier am Hang. Zwischen den beiden Klöstern entwickelte sich die Bürgerstadt mit dem Marktplatz. Im Jahr 908 wurden Eichstätt wichtige Stadtrechte verliehen. Die Landesherren und Oberhäupter von Bistum und Stadt waren seit dem 14. Jahrhundert die Eichstätter Bischöfe, später Fürstbischöfe genannt. Ihre weltliche Herrschaft endete erst mit der Säkularisation im frühen 19. Jahrhundert.

Den schwärzesten Tag seiner Geschichte erlebte Eichstätt im Jahr 1634: Damals – im Dreißigjährigen Krieg – wurde die Stadt als Hochburg des Katholizismus von den Truppen der protestantischen Schweden nahezu dem Erdboden gleich gemacht. Der Wiederaufbau dauerte bis ins 18. Jahrhundert. Nun machten die Fürstbischöfe Eichstätt zur prächtigen Barockstadt. Bis heute prägen die imposanten Bauwerke nahezu unverändert das Stadtbild und beeindrucken durch ihre Geschlossenheit.

Noch immer ist Eichstätt Domstadt, Bischofsstadt und seit 1980 auch Universitätsstadt. 14.000 Menschen wohnen und arbeiten hier. Hinzu kommen viele Besucher, um die barocke Kunst und Kultur zu genießen – und um die vielfältigen Freizeitangebote zu nutzen, die sich von hier aus im Naturpark Altmühltal bieten: Wandern, Radeln und natürlich Fossiliensammeln.

Altmühlaltwasser bei Pfünz

In den beiden Verlandungsweihern hat sich die typische Wassertierwelt des Altmühltals erhalten. Hier ist der einzige Ort im Landkreis, für den ein Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Kolbenwasserkäfers nachgewiesen ist; dieser Käfer hat ein raffiniertes Verfahren des Luftholens entwickelt: Dicht unterhalb der Wasseroberfläche schwimmend, verwendet er seinen Fühler gewissermaßen als „Schnorchelrohr“ . Für die Eier spinnt das Weibchen einen kunstvollen Kokon, der wie ein Schiffchen aussieht, an einer Wasserpflanze befestigt wird und nur mit einem dünnen „Belüftungsschlot“ aus dem Wasser herausragt.

Weiter kann man in den beiden Tümpeln des Pfünzer Altwassers Wasserläufer beobachten, die mit weit ausgebreiteten spinnenähnlichen Beinen ruckweise über die Wasseroberfläche huschen. Nahe mit ihnen verwandt sind die „Wasserbienen“, käferähnliche Wasserwanzen, die mit ihrem Saugrüssel empfindlich stechen können, und die Schwimmwanzen, die ihre Atemluft – als silberglänzenden Überzug – mit einer Härchenschicht am Körper halten und oft mit dem Bauch nach oben an der Unterfläche des Wasserspiegels entlang kriechen.

Als Nahrung für viele dieser Tierarten dienen winzige Krebstierchen, denen ihre hüpfende Schwimmweise zum Namen „Wasserflöhe“ verhalf. Eine Besonderheit der Teiche ist auch das Vorkommen einer der wenigen fleischfressenden Pflanzen unserer Heimat, des Wasserschlauchs; an den feingefiederten Blättern dieser wurzellos im Wasser schwebenden Pflanze sitzen zahlreiche stecknadelkopfgroße, sackförmige Blasen, die den Fang und die Verdauung kleiner Wassertiere ermöglichen.

Römischer Bauernhof

Der römische Bauernhof von Hüssingen besitzt die Ausmaße von ca. 26 x 20 m Seitenlänge. Er setzt sich aus einem rechtwinklig angelegten Gebäude und einer massiven Hofmauer zusammen, die nach der Fluchtlinie der südlichen Außenfront und der westlichen Innenfront verläuft. Der an der Ecke gelegene Raum besaß einen Estrichfußboden, die übrigen Räume bestanden aus gestampften Lehm. Ein schmaler Abwasserkanal lief parallel zur nördlichen Hofmauer und vereinigte sich wahrscheinlich am Ausfluss nahe der NW-Ecke mit einem kurzen Graben von Süden her. In der Mitte des Hofes befand sich eine Feuerstelle, die Anlage war offensichtlich nicht überdacht. Das Hoftor an der Südseite schloss sich unmittelbar an das Gebäude an.

Mittels charakteristischer Kleinfunde lässt sich das Gebäude in die 2. Hälfte des 2. und in den Beginn des 3. Jahrhunderts datieren. Die Zweckbestimmung ist nicht eindeutig zu beurteilen. Vermutlich handelt es sich um einen Bauernhof der einfacheren Art, eine Außenanlage der rund 4 Kilometer entfernten römischen Gutshofanlage in der Nähe des Heuhofs.