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Glacis und Schutterhof

So wie die großartigen Türme und Kavaliere gehört auch das Glacis als Teil der Schanz zum Ingolstädter Stadtbild. Der breite Grüngürtel umschließt die Altstadt vollständig. Einst lagen hier die Schussfelder, die vor den Festungsanlagen freigehalten wurden. In unseren friedlicheren Zeiten genießen Ingolstädter und ihre Gäste den kurzen Weg vom Stadtkern ins Grüne. Das Glacis bietet auch einen fast vollständig die Stadt umlaufenden Rad- und Fußgängerweg auf der Innenseite der Ringstraße – ideal für einen kleinen Spaziergang zwischendurch.

Im westlichen Teil befindet sich der sog. Schutterhof. Darin befand sich ehemals ein Militärbad, heute ein attraktiver Biergarten mit kulinarischen Schmankerln und Bierspezialitäten, gebraut nach dem in Ingolstadt erlassenen Bayerischen Reinheitsgebot für Bier.

Wasserspielplatz Gösselthalmühle

Direkt neben dem Informationszentrum Erlebniswelt Wasserstraße können sich die Kids am Wasserspielplatz austoben. Die historische Gösselthalmühle liegt mitten in einem Park mit altem Baumbestand. Passend zur Ausstellung wurden hier Spielmöglichkeiten für Kinder eingerichtet: ein Klettergerüst, das Holzschiff „Archimedes“ und eine Wasserschnecke, mit der sich Wasser aus dem Bach Sulz holen lässt. Wer möchte, macht Rast an einer der Sitzgruppen.

Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

An Stelle einer gotischen Kirche, die wohl in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand und auf deren Grundmauern man bei der Erneuerung des Fußbodens 1972 stieß (weitere Funde im Heimatmuseum Kipfenberg), wurde das heutige Gotteshaus 1624 bis 1627 errichtet. Die Spätzeit des Rokoko, in der die Kirche eine neue Ausstattung erhielt, prägt den Innenraum.

Alle drei Altäre sind aus dieser Zeit. Der Hochaltar, eine Arbeit um 1760, beeindruckt durch die geschnitzte Dreifaltigkeitsgruppe mit Engeln in der Bekrönung und durch die bewegten Seitenfiguren des Hl. Joseph und des Hl. Joachim. Der Entwurf des Altars und die Figuren stammen vom Eichstätter Hofbildhauer Matthias Seybold, während die Schreinerarbeiten Zacharias Waller und die Fassung Jakob Feuchtmayer besorgte. Die Engelchen in der Bekrönung der Seitenaltäre sind Werke des Eichstätter Bildhauers Joseph Anton Breitenauer, der 1769 auch die Kanzel schuf; sie trägt am geschweiften Korpus die Relieffiguren der Evangelisten und auf dem Schalldeckel die sehr bewegte Figur des Hl. Paulus und zwei Putten.

Da Kipfenberg seit dem 14. Jahrhundert Sitz eines fürstbischöflichen Pfleg- und Kastenamts war, findet man hier die Begräbnisstätte vieler Beamter. Besonders bemerkenswert ist an der rechten Langhausinnenwand der Grabstein des Baltasar Reicharter von Bechtal (gest. 1580), der in voller Rüstung abgebildet ist; die Gruft mit den Särgen des Verstorbenen und seiner Frau fand man bei Umbauarbeiten 1972 im Boden vor den Chorstufen. Der daneben aufgestellte Grabstein der Pflegersgattin Anna von Eyb, einer Geborenen von Pappenheim (gest. 1540), ist eine Schöpfung Loy Herings, der die Verstorbene in ganzer Gestalt mit dem Ehewappen zu Füßen darstellt. Ein weiteres Renaissancekunstwerk können wir an der Kirchentüre bewundern: ein jetzt als Weihwasserbehälter verwendeter ehemaliger Opferstock aus Kalkstein, der formenreiche Spätrenaissanceornamente trägt.

Der Kipfenberger Kirchenführer umfasst u.a. eine detailierte Baubeschreibung des sakralen Innenraums sowie Fakten zur Baugeschichte und ist in der Tourist-Information Kipfenberg erhältlich. 

Kath. Kirche Mariä Heimsuchung Appertshofen

Appertshofen war mit Pettenhofen und Hitzhofen einst durch eine gemeinsame Wallfahrt verbunden, und der Volksmund kennt heute noch die Reime: „Appertshofen im See, Hitzhofen im Klee und Pettenhofen am Sand sind drei Marienkirchen hier wohl bekannt.“ Die Bezeichnung „Appertshofen im See“ in diesem Vers und auch der alte Name des Gotteshauses „Maria See zu Appertshofen“ weisen darauf hin, daß die Kirche früher inmitten eines Sees lag; noch 1805 mußte man einen Steg errichten, um trockenen Fußes zur Kirche zu gelangen. Die Wallfahrt, die wahrscheinlich schon seit 1338 bestand und ihre Blütezeit im 18. Jh. hatte, führte auf dem sog. Dreimessenweg von Appertshofen nach Pettenhofen (1. Messe), von dort nach Hitzhofen (2. Messe) und dann zurück nach Appertshofen (3. Messe). Die Kirche der Wallfahrtsstätte zeigt in ihrer spätbarocken Ausgestaltung mit vielen Fresken, reichem Stuck und reizvoller Einrichtung eine Geschlossenheit, wie sie in nicht vielen Kirchen zu finden ist. Das gotische Gnadenbild, Maria mit dem Jesuskind und den Satanskopf zu Füßen, steht in der Nische des Hochaltars. Dieser Altar, der wohl um 1677 in einer Ingolstädter Werkstätte gefertigt wurde, stand ursprünglich in der alten St. Oswald-Kirche in Hepberg. Da er dort den freigelegten Fresken weichen mußte, kam er 1966 nach Appertshofen, wobei er mit dem Figurenwerk des alten Appertshofener Hochaltars von ca. 1670 versehen wurde. Etwa gleichzeitige Barockschöpfungen sind die Seitenaltäre mit den etwas älteren Figuren des hl. Wendel in (rechts) und der hl. Barbara (links). Eine Kostbarkeit ist die mit Putten geschmückte Barockorgel, die ca. 1735 vom Ingolstädter Orgelbauer Kaspar König geliefert wurde. Seit ihrer Restaurierung 1968 ist das schöne Gotteshaus ein beliebter Ort für geistliche Konzerte geworden.

Kath. Kirche St. Martin in Eglofsdorf

Die Kirche St. Martin wurde im 17. Jahrhundert unter Einbeziehung des romanischen Turms einer mittelalterlichen Vorgängerkirche erbaut und verbindet Geschichte mit eindrucksvoller Architektur.

Baudenkmal D-1-76-114-103