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Jura-Museum Eichstätt

Eine abwechslungsreiche Zeitreise in eine rund 150 Millionen Jahre alte tropische Insel-, Riff- und Lagunenlandschaft mit Fischsauriern und Krokodilen, Korallenfischen und Krebsen, Insekten und Flugsauriern verspricht das Jura-Museum hoch über dem Altmühltal. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Fossilien der Solnhofener Plattenkalke, die durch die intensive Steinbruchtätigkeit in der Region zutage gefördert worden sind. Zu den eindrucksvollsten Funden gehören das weltweit einzige Exemplar des Raubdinosauriers Juravenator und ein Original des berühmten Urvogels Archaeopteryx. Große Aquarien mit Riffkorallen, Korallenfischen und „lebenden Fossilien“ wie Pfeilschwanz, Nautilus und Knochenhecht vermitteln einen lebhaften Eindruck von der bunten Vielfalt der Meeresbewohner, wie es sie zur Jurazeit in der Eichstätter Region gegeben hat.

Kirche St. Michael

Um das Jahr 1758 nach den Plänen von Caspar David Steingruber neu bzw. aufwendig umgebaut. Die erste urkundliche Erwähnung war um das Jahr 1344. Besonderheit: Markanter Turm mit dekorativem Spitzdach. Die St. Michaelskirche stand vermutlich im Bezug zum untere Schloss in Markt Berolzheim. Das untere Schloss war ein stattliches Wasserschloß im unteren Dorf und nicht weit von der St. Michaelskirche.

Romanische Basilika St. Martin Greding

Der um 1480 entstandene, ausdrucksvolle spätgotische Hochaltar zeigt den gekreuzigten Christus, zu dessen Füßen die ihn beweinende Maria Magdalena kniet. Die beiden seitlichen Figuren St. Maria und St. Johannes sind Arbeiten aus dem späten Rokoko (um 1780). In der Predella des Altars ist ein Beweinungsrelief (entstanden um 1480) eingelassen: Um den Leichnam Christi scharen sich Maria und Johannes, drei heilige Frauen, Nicodemus und Joseph von Arimathäa.

Die Bemalung der Hauptapsis stammt aus der Erbauungszeit der Basilika und zeigt Christus auf dem Regenbogen thronend, in der linken Hand die Weltkugel haltend, die Rechte zum Segen erhoben. Umrahmt wird dieses Motiv von den Symbolen der vier Evangelisten. Bemerkenswert ist die um 1510 geschaffene spätgotische Holzfigur St. Maria mit dem Jesuskind rechts der Mittelapsis. Im Mittelschiff zeigt ein Fresko aus dem 15. Jahrhundert den Kirchenpatron St. Martin auf einem Schimmel, wie er seinen Mantel mit dem Schwert für einen Bettler teilt. Das große Christophorusbild weiter vorne im Mittelschiff entstand um 1370. Am dritten Pfeiler der Nordseite befindet sich eine kleine Darstellung der hl. Dorothea mit Blumenkorb und Palme aus der Zeit um 1420. An der gegenüberliegenden Arkade auf der Südseite zeigt ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert den gekreuzigten Heiland mit vier Heiligenfiguren.

Neben den Südfenstern befinden sich einige Renaissancemalereien aus dem Jahr 1588, u. a. erkennt man die Apostel St. Johannes, St. Jakobus und St. Andreas.

Der romanische Taufstein stammt wohl aus der Erbauungszeit der Martinsbasilika. In die Wand sind einige Grabsteine aus unterschiedlichen Jahrhunderten eingelassen.

Wichtelesberg in Donauwörth / Zirgesheim

Die Wichtele vom Wichtelesberg

Es wird erzählt, dass in der Tiefe dieses Bergkegels, in seinen unterirdischen Klüften und Spalten, in alter Zeit kleine Erdmännle, die „Wichtele“ hausten.

Auf der Höhe des Berges war früher ein Loch, das „Wichtelesloch“, durch das die kleinen Männle hinein- und herausschlüpften. Als man einmal oben in dieses Loch eine Gans hineinwarf, soll sie beim Urfahrhof wieder herausgekommen sein.

Von ihrer Wohnung im Wichteslberg aus, besuchten die Zwergle den Meierhof neben der Kirche in Zirgesheim und den Urfahrhof. Beim Meierbauern gingen die Zwergle beständig ein und aus, und der Ahni dort erzähle es oft den Seinen.

Die Erdmännlie kamen des nachts, wenn der Bauer mit seiner Familie und alles Gesinde zu Bett gegangen waren. Still war es im Haus. Da horch! – auf einmal ein geheimnisvolles Huschen und Wispern. Ei, das sind die Wichtele, sie sind wieder da! Nun ging`s an ein emsiges Laufen und Schaffen, ein Rühren und Kneten. Der Teig im Backtrog wurde zu einem würzigen Brot verarbeitet, die Morgensuppe gekocht und schließlich alle Schüsseln und Töpfe wieder blitzeblank sauber gemacht, der Tisch und der Boden gefegt. Und hatte die Kuchelmagd tagelang vergesssen, die Kupfermodel zu putzen, die da in allen Formen die Küchenwand zierten- die Wichtelmännle vergaßen sie nie. Sie putzten und fegten mit hurtigen Händen, bis alle kupfernen Pfannen und die vielen Model glänzten, als wären sie neu. So waren die Zwergmännle ein großer Segen fürs Haus und niemand wollte sie mehr missen. Bauer und Bäuerin wollten ihnen gern ihr emsiges Schaffen lohnen.

Eines Nachts, als der Bauer nach einem kränkelnden Rind in den Stall schaute, konnte er unvershens die scheuen Erdmännlein beoboachten. Aber o weh, wie arm sie gekleidet waren. Unter der großen Arbeitsschürze schienen sie schier nackend zu sein: kein Wams, kein warmes Häs! Da beredete der Bauer sich mit der Bäuerin, dass sie jedem der braven Wichtele zum Dank für ihre Arbeit ein richtig schönes Häs (Gewand) aus gutem Tuch, wie es auch die Meierbauerbuben als Sonntagshäs hatten, machen lassen sollten. Gesagt, getan! Und als die Sachen fertig waren – nett anzusehn in der putzigen Zwergengröße – legte man alles bereit. Aber o Schreck: diesmal waren die Wichtelmännle – husch, husch – im Nu wieder fort – und kamen von da an nimmer, nimmermehr. Obwohl seitdem viele Rufe und Wünsche nach den fleißigen Wichtelmännle ergangen sind – niemals zeigten sie sich wieder! Sie wollten wohl nicht belohnt sein für ihr stilles Tun.

Kneippanlage

Direkt an der Altmühl liegt die schön gestaltete Kneippanlage, die vom Wasser des Kapellbachs gespeist wird. Eine Infotafel gibt Tipps zum richtigen Kneippen. Mit dem Kinderspielplatz gleich nebenan und vielen Bänken zum Ausruhen ist die Anlage ideal für einen Familienausflug oder die Erfrischung zwischendurch.