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Limeswachtturm

Der Limeswachtturm in Hienheim bei Neustadt a. d. Donau ist ein Nachbau eines römischen Wachtturmes, der zur Bewachung des rätischen Limes diente.

Archäologiepark Altmühltal – Station 18: Vorgeschichtliche Langhausrekonstruktion

Das Erlebnisdorf Alcmona – Vorgeschichte zum Anfassen

Station 18 ist die letzte Station des Archäologieparks Altmühltal. Der Verein Alcmona hat hier am alten **Ludwig-Donau-Main-Kanal** ein wachsendes vorgeschichtliches Erlebnisdorf aufgebaut.

Was es auf dem Gelände zu entdecken gibt

Bislang sind unter anderem diese Bereiche fertiggestellt:

– Langhaus (etwa 8 × 20 Meter)
– Grubenhaus
– Stallungen und Speicherbau
– Werkplatz und Kräutergarten
– Bootssteg und Floßanlegestelle
– Bogenschießen

Der Nachbau – Was wir wissen und was offen bleibt

Die Grundlage für das Langhaus lieferte eine Ausgrabung aus dem Jahr 1998 am westlichen Ortsrand von Dietfurt. Dabei kam ein annähernd trapezförmiger Graben zum Vorschein, der die Umrisse eines Gebäudes zeigte. Viele Fragen bleiben jedoch offen:

– Die genaue Datierung des Gebäudes ist unklar.
– Raumgestaltung und Einrichtung sind nicht belegt.
– Dachbedeckung, Fenster und Rauchabzug lassen sich nicht eindeutig bestimmen.

Im Inneren des Hauses fanden sich Spuren von Eisenverarbeitung.

Der Name Alcmona

Alcmona bedeutet so viel wie „stilles Wasser“ und ist vermutlich der keltische Name für die langsam fließende Altmühl.

Besuch und Veranstaltungen

Von Mai bis September kann das **Erlebnisdorf** zu verschiedenen Terminen besichtigt werden. Der Verein bietet regelmäßig Veranstaltungen rund um das Leben in der Vorgeschichte und im Rahmen des Jahresprogramms des Archäologieparks Altmühltal an.

Archäologiepark Altmühltal – Station 15: Nachbau eines Grabhügels

Entdeckung am Ufer der Altmühl

Im Jahr 1987 stießen Arbeiter beim Kanalbau auf Gräber aus der Zeit um 600 vor Christus. Dabei kamen vier Grabhügel, einige Brandgruben und ein Urnengrab ans Licht, die auf einen kleinen, alten Friedhof aus der späten Hallstattzeit schließen lassen.

Der rekonstruierte Hügel 2

Hügel 2 ist der größte des Gräberfeldes und hatte einen Durchmesser von mindestens 31 Metern. Für den **Archäologiepark Altmühltal** wurde er so nachgebaut, wie er noch 2.600 Jahre nach seiner Entstehung im Gelände zu sehen gewesen wäre. Im Inneren fanden sich:

Reste einer zentralen Steinpackung auf einer Fläche von etwa 10 × 12 Metern

Eine reich ausgestattete Körperbestattung

Teile eines Wagens, mit dem der Tote beerdigt wurde

Ein Zaumzeug für zwei Pferde, gefunden im Kopfbereich des Verstorbenen

Ein ungewöhnlicher Friedhof

Der kleine Friedhof von Deising ist für die Hallstattzeit eher ungewöhnlich: Er lag abseits der nächsten Siedlung und umfasst nur sehr wenige Gräber. Das könnte darauf hindeuten, dass hier Menschen mit einer besonderen Stellung in der Gesellschaft bestattet wurden.

Löwendenkmal

Das Löwendenkmal in Bad Abbach ist ein faszinierendes Zeugnis der Ingenieurskunst und Geschichte des 18. Jahrhunderts. Erbaut im Jahr 1796, erinnert es an die beeindruckenden Felssprengungen von 1791 bis 1794, die eine gefährliche Engstelle der damaligen Donau-Straße beseitigten. Dieses aufwendige Bauprojekt war zu seiner Zeit ein technisches Meisterwerk und stellte eine enorme Herausforderung dar.

Im Anschluss an die Straßenverbreiterung ließ der Hofkammer-Vizepräsident, Reichsgraf Josef August von Toerring, zu Ehren seines Kurfürsten Carl-Theodor das Denkmal errichten. Zwei gigantische Löwen, jeweils 5 Meter lang, 2 Meter hoch und mehr als 15 Tonnen schwer, wurden vom Hofbildhauer Franz-Josef Muxel geschaffen. Auf 3 Meter hohen Steinpodesten thronend, bewachen die imposanten Tiere die Felsen und erinnern an die Geschichte dieses außergewöhnlichen Bauvorhabens.

Das Denkmal ist am besten vom Fahrradweg an der Donau zu bewundern. Eine Parkmöglichkeit für PKWs gibt es von Regensburg kommend kurz nach dem Löwendenkmal.

**Übersetzung der lateinischen Inschrift dem Sinn nach:**
*Gewidmet dem allerbesten Kurfürsten der Bayern Karl Theodor als Dank für das Umwerfen und Entfernen der immensen Gesteinsmassen und das Erbauen einer Schwelle an der Donau und den Bau einer neuen Straße von Saal nach Abbach.*

*Um den Bau des Monuments kümmerte sich Graf Josef August Toerring, bayerischer Hofkammervizepräsident 1794*

Wallfahrtskirche St. Salvator in Bettbrunn

An Stelle einer hölzernen Kapelle, die 1329 abbrannte, entstand eine gotische Kirche, von der noch der etwa 1329/30 erbaute und um 1460 unter Leitung des Regensburger Dombaumeisters Konrad Roritzer veränderte Chor erhalten ist. Der Turm ist ein Werk des Eichstätter Hofbaumeisters Jakob Engel von 1681/1684. Das Langhaus wurde als barocker Wandpfeilerbau 1774 ff. nach den Plänen des Ingolstädter Festungsbaumeisters Veit Haltmayr und des Münchner Hofmaurermeisters Leonhard Matthäus Gießl errichtet.

Von der jahrhundertelangen Verehrung des hl. Salvators zeugen im Chorraum die zahlreichen Votivkerzen, deren älteste 1378 von den Ingolstädtern geopfert wurde. Bettbrunn besitzt damit die älteste Votivkerze Europas. Die Kerzen sind Gaben von Kirchengemeinden, die regelmäßig – auch heute kommen noch Prozessionen aus ca. 60 Orten – zu diesem Gnadenort pilgern. Den Innenraum der Kirche schmückten 1777 – 1784 Münchner Künstler: Der in Eichstätt gebürtige bayerische Hofmaler Christian Wink schuf die vier herrlichen Deckenfresken, Franz Xaver Feichtmayr die Stukkaturen. Hervorragende Einzelfiguren sind am rechten Pfeiler hinten die steinerne Salvatorfigur von 1526, eines der reifsten Werke des Ingolstädter Bildhauers Georg Vischer, und gegenüber der Kanzel die Spätrokokomadonna (Maria vom Siege) von 1780, wahrscheinlich ein Werk des Eichstätter Bildschnitzers Joseph Anton Breitenauer.