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Museum für Archäologie und Volkskunde

Im Erdgeschoss beginnt die Zeitreise bei den frühen neolithischen Kulturen. Sie hat einen ersten Höhepunkt bei der bis jetzt singulären Vierfachbestattung aus der Epoche der Schnurkeramik. Depot- und Grabfunde der Bronzezeit, Reste eines herrschaftlichen Grabes und die Modellrekonstruktion eines umfriedeten Tempelbaus der Hallstattzeit belegen die herausgehobene Bedeutung des Gebiets.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Funde des römischen Kastells, seiner Zivilsiedlung und des Gräberfeldes, die sich um den hervorragend erhaltenen Köschinger Meilenstein des Jahres 201 n. Chr. gruppieren. Abschließend belegen Exponate die germanische Aufwanderung und die Herrschaft der Bajuwaren.

Im Obergeschoss wird der Blick auf die Geschichte des heutigen Ortes gerichtet: Von den frühesten Siedlungen am Eixelberg, wo das Spitzenexponat des Ringknaufschwertes gefunden wurde, über die ersten urkundlichen Erwähnungen Köschings, seiner Mittelaltergeschichte, wiederum durch ein Schwert, das Salierschwert, repräsentativ begleitet bis hin zur Entstehung des Marktes und dessen Zeichen, Personen und Aufgaben. Exemplarisch wird an Bäcker, Schneider, Bräuer und Schmied die wichtige Stellung des Orts unterstrichen und die große Bedeutung der bäuerlichen Kultur in Kösching erläutert.

Schautafeln informieren über die Geschichte der Ortschaften Desching, Kasing und Bettbrunn mit seiner ältesten Hostienwallfahrt Bayerns. Ein letzter Raum ist der bunten Vielfalt christlicher Frömmigkeit in Kösching und der Geschichte der katholischen Pfarrei und der jungen evangelischen Gemeinde gewidmet. Regelmäßige Ausstellungen greifen besondere Aspekte der reichen Geschichte heraus. Ihre Themen reichten bisher von der Geschichte des Köschinger Bachs bis zu der des Krieger- und Veteranenvereins. 2004 soll an die Lokalbahn erinnert werden, die Kösching 1904 offiziell an die große weite Welt anschloss.

An vielen Stellen wird der Besucher zum Mitmachen aufgefordert. Er kann Steinbeile bohren, Mausefallen in Tätigkeit setzen, sein Gewicht auf einer alten Dezimalwaage bestimmen lassen, eine Kirchenuhr zum Schlagen bringen und auf einer Karfreitagsratsche einen fürchterlichen Lärm machen.

Alpenblick bei Holzharlanden

Dieser Aussichtspunkt bietet nicht nur einen weiten Blick über die Landschaft.

Bei schönem Wetter und guter Sicht reicht der Blick bis zu den Alpen.

Limeswall nördlich von Hienheim

An Ort und Stelle präsentiert sich der Limeswall östlich an die sog. „Hadrianssäule“ anschließend mit einer Höhe von bis zu 1,2 m und einer Breite von 5 – 6 m, beiderseits begleitet von Feldwegen. Nach Osten hin wird der Wall rasch flacher und geht nach 100 m in eine höhere Böschung über, die am Ende als Feldrain ausläuft.

Auf Grund der angrenzenden intensiven Feldbewirtschaftung lassen sich keine Spuren von einem Palisadengraben erkennen, der hier im Rahmen der Limeserforschung durch die Reichslimeskommission 5,4 m nördlich der Limeslinie nachgewiesen werden konnte.

Donau-Panoramaweg

Stadt-, Land-, Flusswandern am Donaupanoramaweg von Neustadt a. d. Donau bis Passau.

Romantische Flusslandschaften, charmante Städte und kulinarische Spezialitäten bieten Vielfalt und Abwechslung auf 220 Kilometern.

Ruine Ödenburg

Um die Ruine der hochmittelalterlichen Ödenburg bei Hainsberg ragt sich eine schaurige Sage: Ein weißes Fräulein treibt dort angeblich ihr Unwesen. Ein Geheimgang soll von der Ödenburg in die nahe gelegene Burg Wildenstein geführt haben, durch den der Ritter zu Wildenstein zu seiner Angebeteten ging. Die Liaison war verboten, da die Eltern dagegen waren. Als die Liebelei aufgedeckt wurde, soll das Burgfräulein von ihren Eltern erschlagen worden sein und nun in unendlicher Trauer rund um die Ruine spuken.