Löwendenkmal in Eggmühl
Ein symbolischer Grabhügel, darauf ein sitzender Bronzelöwe auf einem hohen Sockel aus Muschelkalk: das markanteste Denkmal in der Marktgemeinde Schierling, der „Löwe von Eggmühl“.
In stummer Trauer das Schlachtfeld überblickend, hält er einsame Grabwache für die Tausende in der „Schlacht bei Eggmühl“ am 22. April 1809 Gefallenen.
Riesige Heerscharen hatten die menschliche Unvernunft in Bewegung gesetzt.
Im Gesichtskreis von Schierling und Eggmühl prallten sie aufeinander. Napoleon I. – in seinem Gefolge auch die Bayern – siegte und triumphierte. Die Österreicher unter Erzherzog Karl unterlagen und flohen. Die Opfer des Sieges und der Niederlage deckten die Walstatt. Die weite Flur wurde für die Namenlosen zur letzten Ruhestätte in Einzel- und Massengräbern.
Längst hatte das Leben die Gräber und die Erinnerung an die in ihnen Ruhenden überwuchert, als sich beherzte Männer zusammentaten, den Gefallenen zum 100. Jahrestag der mörderischen Schlacht ein würdiges Denkmal zu setzen. Dank ihres unermüdlichen Bemühens konnte es am 22. August 1909 feierlich enthüllt werden:
“ . . . der bayerische Löwe in Bronze gegossen, der in Trauer um die Gefallenen das Schlachtfeld überblickt. ..“ (Denkmalverein Eggmühl 1909)
Heimat- und Handwerksmuseum
Das Binder-Pehr-Haus wurde am 1.Juli 2007 als Heimat- und Handwerksmuseum Rottenburg eröffnet. Es handelt sich dabei um die bayernweit erste Einrichtung, die eine Binderwerkstatt im tatsächlichen Werkstattraum am ursprünglichen Standort zeigt.
Schifffahrt durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg
Durch die Weltenburger Enge
Von Kelheim aus fährt das Schiff in eine der schönsten Flusslandschaften Deutschlands. Während das Schiff an mächtigen Kalkfelsen vorbeizieht, erfahren Besucher an Bord Wissenswertes über die Geologie und Geschichte dieses einzigartigen Naturschutzgebietes.
Felsen mit Namen und Geschichte
Einzigartige Felsformationen prägen das Panorama der Fahrt: „Napoleons Koffer“, „Peter und Paul“ und der „Bienenkorb“ sind die bekanntesten unter ihnen. Kurz nach dem Bienenkorb öffnet sich die „Wipfelsfurt“, ein weiter Talkessel inmitten des Schutzgebiets. Auf dem Weg passiert das Schiff die **Einsiedelei Klösterl** mit ihrer direkt in den Felsen gehauenen Kirche.
Der Donaudurchbruch – Höhepunkt der Fahrt
Das absolute Highlight ist der Donaudurchbruch, die tiefste und engste Stelle der bayerischen Donau. Hier ragen senkrechte Kalkfelsen beidseitig bis zu 70 Meter aus dem Wasser auf. Ein Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht und das man unbedingt einmal gesehen haben muss.
Kloster Weltenburg – Ziel mit Geschichte
Am Ende der Fahrt liegt das **Kloster Weltenburg**, eine der ältesten Klosteranlagen Bayerns, direkt am Donauufer. Die barocke **Klosterkirche** gilt als eines der bedeutendsten Werke der Gebrüder Asam. In den Klostergebäuden wird noch immer das bekannte Weltenburger Klosterbier gebraut, das sich in der **Klosterschenke** bestens genießen lässt.
Tipp für den Besuch
Wer Schifffahrt und Bewegung verbinden möchte, fährt mit dem Schiff nach Weltenburg und wandert über die **Donauroute** oder den **Weltenburger Höhenweg** zurück nach **Kelheim**. Beide Routen bieten herrliche Aussichtspunkte.
Goggerturm
Der Bau der Dietfurter Stadtbefestigung wurde 1444 von Herzog Albrecht III. von Bayern zu München angeordnet. Von warscheinlich 10 Wehrtürmen ursprünglich sind heute noch 6 Türme erhalten. Der Goggerturm ist der höchste der Wehrmauertürme und heute eines der Wahrzeichen der Stadt . Der Name kommt von der Familie Gaukler, die nachweislich bereits 1851 den Turm bewohnte. Urkunden früherer Jahrhunderte bezeichnen ihn als Bürgerturm. Damals diente er als städtisches Gefängnis, in das straffällige Bürger für kurze Zeit wegen geringer Vergehen eingesperrt wurden. Dazu gehörten z.B. Betrügereien der Bäcker, Metzger, Müller, Bierbrauer sowie Beleidigungen der Amtsträger wie des Bürgermeisters oder auch des Stadtpfarrers. Heute befindet sich der Goggerturm im Besitz der Stadt Dietfurt.