by | Aug. 24, 2026
Von den Babonen bis zum Markt Essing
Die Burgruine Randeck zählt zu den ältesten Burgen Bayerns. Vermutlich im 11. Jahrhundert von den Randeckern erbaut, gelangte sie Ende des 13. Jahrhunderts in den Besitz der Babonen von Abensberg, berüchtigte Raubritter, die bis zu ihrem Aussterben die umliegende Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzten. Im Jahr 1485 übernahm das Herzogtum Bayern die Anlage. Nach einem Teileinsturz im Jahr 1838 ließ Kronprinz Maximilian sie 1842 teilweise wieder aufbauen. Seit 1996 ist der Markt Essing Eigentümer der Burg.
Rundgang durch die Burganlage
Die Burgruine Randeck ist von April bis Oktober geöffnet und kann auf eigene Faust erkundet werden. Erhalten sind bedeutende Teile der Ringmauer, ein Burgverlies, der sogenannte Hungerturm und eine ehemalige Zisterne. Das Herzstück ist der bemerkenswert gut erhaltene Bergfried, der heute als Aussichtsturm dient. Der Aufstieg dorthin belohnt mit einem weiten Panoramablick über das **Altmühltal** und den malerischen Ort **Essing** im Tal.
Einkehr in Burgnähe
Direkt unterhalb der Ruine lädt die **Ritterschänke Randeck** mit bayerischen Spezialitäten und traditioneller Wirtshauskultur zur Rast ein.
Tipp für den Besuch
Der Besuch lässt sich ideal mit dem Essinger Rundwanderweg 1 verbinden, der direkt an der Burg vorbeiführt. Wer die Burgruine und die nahegelegene **Burg Prunn** vom Schiff aus erleben möchte, kann die **Burgen-Rundfahrt** zwischen **Riedenburg** und Essing buchen. Die **Hörgeschichte** zur Burgruine Randeck liefert spannende Hintergrundinformationen über die Raubritter.
by | Aug. 24, 2026
Der Ausbau der Festung Ingolstadt, von deren Außenwerken als einziges noch das Fort Prinz Karl erhalten ist, erfolgte in mehreren Etappen. Vor der mittelalterlichen Stadtmauer ließ Herzog Wilhelm IV. ab 1539 durch Graf Solms von Münzenberg Wall, Wassergraben sowie elf starke Basteien nach der Befestigungslehre Albrecht Dürers errichten. Im Dreißigjährigen Krieg konnten die Schweden unter König Gustav Adolf 1632 diese Festung mit einem Angriff gegen den Brückenkopf nicht bezwingen. Von 1654 – 1679 wurden vor dem Hauptgraben weitere Bastionen erbaut. Diese Befestigung ließ Napoleon 1800 schleifen. Unter König Ludwig I. entstand ab 1828 eine neue Festung; bis gegen 1850 wurden die Hauptumwallung, die sogenannten Cavaliere sowie das Werk am Brückenkopf jenseits der Donau vollendet.
1866 legte man sternartig in etwa 4 km Entfernung um die Festung Ingolstadt Außenwerke an. Schließlich errichtete man in rund 10 km Entfernung einen weiteren Gürtel mit insgesamt 15 Forts und Zwischenwerken. Zu diesen Außenforts gehört auch das Fort Prinz Karl, das von 1877 – 1881 erbaut und nach dem Feldmarschall Prinz Karl von Bayern benannt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurden alle Forts mit Ausnahme des Forts Prinz Karl durch amerikanische Truppen gesprengt, obwohl sie militärisch bereits veraltet waren.
by | Aug. 24, 2026
Schon Kaiser Karl V. nutzte im 16. Jahrhundert die heilende Wirkung der Bad Abbacher Thermalquellen. Auf ihn geht auch der Name der Kaiser-Therme zurück. Aber auch schon die Kelten und Römer kannten und schätzten die hiesigen Thermalquellen. So kann Bad Abbach auf eine jahrtausendealte Badetradition zurückblicken.
**Badevergnügen und Gesundheitsvorsorge verbinden**
Heute bietet die Kaiser-Therme eine ideale Kombination aus Badevergnügen und Gesundheitsvorsorge. Ob in der majestätischen Badehalle, im Strömungskanal oder in den Schwimm- und Bewegungsbecken, für Entspannung ist reichlich gesorgt. Die großzügige Saunalandschaft mit mehreren Saunen, Dampfbad, Whirlpool und Solarien sorgt für den Wohlfühleffekt. Bei einem Stutenmilchbad oder im Rasulbad fühlen Sie sich wie einst Kleopatra oder lassen sich bei den Beautyanwendungen verwöhnen.
Darüber hinaus laden Kurse wie Aquajogging, Kraft- und Ausdauertraining, Qigong oder Indian Balance zu einem Besuch in der Kaiser-Therme ein.
Therme ein.
by | Aug. 24, 2026
Der aus behauenen und geglätteten Quadern errichtete Bau besitzt im Osten eine halbrunde Apsis, die außen ein Rundbogenfries mit Menschen- und Tierkopfkonsolen umzieht. An der Südseite befindet sich ein reich gegliedertes Portal, in dessen Bogenfeld ein segnender Christus zwischen zwei Aposteln dargestellt ist. Die schmalen Fensternischen zu beiden Seiten des Portals sind in den Scheiteln mit Menschenkopfskulpturen geschmückt. Rechts neben dem Turm ist außen der untere Teil eines Steinreliefs eingemauert. Die in einen Mantel gehüllte Gestalt auf dem Relief deutet man als Laurentius, den ursprünglichen Patron von Tholbath. Dem heutigen Kirchenpatron St. Leonhard, auf den – als Schutzheiligen der Gefangenen – auch die um die Kirche gespannte Kette hinweist, sind im Kircheninnern das Altarblatt des Rokokoaltars und je eine Figur an den Langhausseiten gewidmet. Außer einem romanischen Profil am Chorbogen ist bemerkenswert das an der rückwärtigen Kircheninnenwand eingelassene Grabmal eines römischen Legionärs, der mit Tunica und Stab dargestellt ist und dem das linke Bein fehlt. An dieses Steinrelief knüpft der Volksmund folgende Sage: Zwei Riesen, die beide Baumeister waren, kamen überein, daß jeder eine Kirche, der eine in Tholbath, der andere in Weißendor!, errichten sollte. Wer später den Bau vollenden würde, sollte dem anderen als Sklave dienen müssen. Als der Riese in Weißendor! wahrnam, daß der Bau in Tholbath eher fertig würde, schleuderte er aus Wut große Steine und zuletzt seinen großen Hammer nach Tholbath. Dadurch wurde dem Riesen dort das linke Bein hinweggerissen.