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Geotop – Malmschichten am Arzberg

Eines der schönsten Geotope Bayerns – die Malmschichten am Arzberg, dem größten Durchbruchsberg in Europa!

Mit seinen 70 Meter hohen Abbauwänden dokumentiert der ehemalige Steinbruch einen Ablagerungszeitraum von etwa 5 Millionen Jahren. Es türmen sich hunderte Schichten von Malm-Kalkstein übereinander, die einen detaillierten Blick in die Entwicklung der Meereslebewesen des oberen Jura ermöglichen.

Marktmuseum

Die Entstehungsgeschichte des Museums begann 1940. Mitten im Zweiten Weltkrieg war der Flugplatzarchitekt Richard Vollmann mit dem Bau des Manchinger Flugplatzes betraut. Bei diesen Arbeiten stieß er auf archäologische Funde und entwickelte deshalb den Plan, ein Museum zu errichten. Da er in Altmannstein wohnte, lag es nahe, dass er für sein Vorhaben die Marktgemeinde als Standort wählte. In den folgenden Jahren trug er historisches Material aus Altmannstein und den umgebenden Gemeinden zusammen. Bis 1960 waren die Ausstellungsstücke im ehemaligen Benefiziatenhaus eingelagert. Dann erfolgte der Umzug ins Untergeschoss des Rathauses. Nach dessen Umbau entschloss sich der Gemeinderat 1972, das zweite Stockwerk dem Museum zur Verfügung zu stellen. Nachdem im Jahr 2000 die Museumsräume für das Gemeindearchiv gebraucht wurden, fasste der Gemeinderat den Beschluss, das Museum im denkmalgeschützten, ehemaligen Hofer-Haus unterzubringen. Das dreigeschossige Gebäude in Altmühljura-Bauweise stammt im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert. Mit seinem markanten Stufengiebel aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägt es entscheidend den Eindruck der Mühlgasse und ist auf Grund seiner Baumasse auch von der Ortsdurchfahrt und dem Marktplatzende her gut sichtbar. Die Marktgemeinde Altmannstein ersteigerte das ehemalige Gasthaus Hofer im Juli 2000. Zu diesem Zeitpunkt stand es leer und musste saniert werden. Damit leistete man zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Revitalisierung des Ortskernes. Im Erdgeschoss entstanden eine Wohnung, ein Raum für Verwaltungszwecke und ein Veranstaltungsraum. Im ersten Obergeschoss wurde die Gemeindebücherei untergebracht, darüber entstand das neu konzipierte Marktmuseum. Überreste einer historischen hölzernen Kegelbahn wurden im Museumsgarten, durch den die Schambach fließt, erhalten. Neben der Schambach entstand ein Wassertretbecken mit einem Rastplatz für Radfahrer, denn der Radwanderweg (Schambachtal-Altmühltal) ist nur 20 Meter entfernt. In der noch gut erhaltenen Scheune werden historische landwirtschaftliche und handwerkliche Geräte untergebracht. Der schöne Garten bietet die Möglichkeit diese vorzuführen und auch Museumsfeste zu veranstalten. Das Museum besteht aus vier einzelnen Räumen. Der Rundgang im Hauptraum ist chronologisch angelegt und beginnt mit der Geologie von Altmannstein und Umgebung. Fossile Funde aus der Jurazeit sind zu bestaunen. Eine Besonderheit ist der Juravenator (= Jurajäger), der 1999 in den Plattenkalken bei Schamhaupten gefunden wurde. Der bisher unbekannte Raubdinosaurier lebte vor 150 Millionen Jahren auf einer Insel im Jurameer Tethys, das damals weite Teile Bayerns bedeckte. Das Tier gehörte zur Gruppe der Coelurosaurier, den Fleisch fressenden kleinen Sauriern, die auf zwei Beinen gingen. In der anschließenden Vor- und Frühgeschichte werden Objekte aus der Hallstattzeit bis zum frühen Mittelalter gezeigt. Der Schwerpunkt liegt hier beim Welterbe Limes. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Landesstelle für die nichtstaatliche Museen war es möglich, die Wandabwicklung im neuen Limes-Unesco-Welterbe-Logo darzustellen. Die Reihengräberzeit der Bajuwaren wird mit einem Kurzschwert (Sax), einer Gürtelschnalle und einem Langschwert (Spatha) verdeutlicht. Im Weiteren kann der Besucher die Geschichte des Marktes mit seinen 13 Ortsteilen (u. a. Schloss Sandersdorf, Schloss Hexenagger) kennen lernen. Hierbei werden mittelalterliche Keramikfunde aus dem Pfleggerichtshaus, Münzfunde…

Archäologiepark Altmühltal

Das und vieles mehr erfahren Sie im Archäologiepark Altmühltal an 18 Stationen. Die gut ausgeschilderte Route von rund 39 Kilometern liegt größtenteils am Altmühltal-Radweg und lässt sich hervorragend zu Fuß und per Fahrrad erkunden. Die meisten Stationen können Sie auch bequem mit dem Auto oder Bus erreichen.

Ein abwechslungsreiches Jahresprogramm sorgt dafür, dass Archäologie im wahrsten Sinne des Wortes erlebbar wird: Archäologische Fachvorträge, kunterbunte Kinderaktionen wie „Steinzeitpicasso – Ein Malworkshop für Kinder“, Kurse wie „Schmieden von Bronzefibeln“ oder „Textile Techniken der Kelten“ sind nur einige der über 50 Veranstaltungen.

Erleben Sie den Archäologiepark Altmühltal dank Web-App und modernster Technik

Ab sofort erwartet Besucher im längsten Archäologiepark Europas ein neues Highlight: „Augmented und Virtual Reality lässt sie direkt eintauchen in die Geschichte. „Der imaginäre Archäologe Leopold nimmt alle Besucher mit auf seine Arbeit ins Altmühltal, zeigt Funde, präsentiert verlassene Höhlen und erklärt die Entstehung des einzigartigen Landschaftsbildes“. Zudem sind an allen Stationen des Archäologieparks kleine Tafeln mit QR-Codes zu finden, durch die man direkt zu den Inhalten der jeweiligen Station kommt. 

Der größte Archäologiepark Europas ist jederzeit kostenfrei zugänglich. Das Jahresprogramm und weitere Infos dazu gibt es im aktuellen Flyer „Archäologiepark Altmühltal“.