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Stadtmuseum Weilheim i. OB

Weilheim liegt im Herzen des kulturhistorisch bedeutenden Pfaffenwinkels – so genannt wegen seiner hohen Dichte an Kirchen, Kapellen und Klöstern. Mit den Klöstern blühte auch die Kunst, und so kann das 1882 gegründete Stadtmuseum als „Museum des Pfaffenwinkels“ mit einer ansehnlichen Sammlung von Skulpturen des 15. bis 19. Jh. (darunter Werke wichtiger Bildhauer der „Weilheimer“ Schule nach 1600) und Gemälden des 17. bis 19. Jh. aufwarten. Als bedeutendstes Werk des frühen 16. Jh. ist der „Pollinger Schmerzensmann“ von Hans Leinberger hervorzuheben. Daneben sind archäologische Funde, Bestände zur Stadtgeschichte, zum religiösen Brauchtum, zum örtlichen Handwerk, Möbel und Raumausstattungen sowie eine Jahreskrippe von 1723 zu besichtigen. Aufgrund bautechnischer Probleme muss die Dauerausstellung des Museums leider bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Im Sonderausstellungsraum im Erdgeschoss werden aber weiterhin Ausstellungen zu sehen sein.

Heilig-Kreuz-Kirche

Weithin sichtbar grüßt die Heilig-Kreuz-Kirche mit ihren zwei Rokoko-Haubentürmen von einer Anhöhe über der Altstadt. Die Kirche des ehemaligen Jesuitenkollegs entstand von 1752 bis 1754 unter der Leitung des Jesuitenbaumeisters Joseph Ignaz Merani. Sie erreichen sie über einen kurzen, steilen Aufstieg. Doch die Mühe lohnt sich – ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk des Rokoko erwartet Sie. Geschichtlicher Hintergrund
Gründer des Kollegs und der Kirche war 1576 Graf Schweikhard von Helfenstein. Auf sein Betreiben ließ sich der Jesuitenorden in Landsberg nieder. Die Kirche gehörte zu den ersten Jesuitenkirchen und spielte eine zentrale Rolle in den Zeiten der Gegenreformation. Bildung, Seelsorge und der Bau prägender Sakralbauten sollten den katholischen Glauben festigen.
 
Bis zu seiner Aufhebung im Jahre 1773 war der Jesuitenorden ein zentraler Bestandteil des städtischen Lebens. Nach seiner Auflösung kam Kirche und Kloster in den Besitz der Malteser. Die Kirche ist seither auch unter dem Namen Malteserkirche bekannt.
 
Architektur und Ausstattung
Der einschiffige Bau mit Seitenkapellen überrascht mit einer Fülle von Kunstschätzen.
 
Der einschiffige Bau öffnet sich zu Seitenkapellen. Die Deckenfresken malte Christoph Thomas Scheffler, ein Meister des Rokoko. Die Symbolik des heiligen Kreuzes ist dabei das zentrale Thema.
 
Das Hochaltarbild von Johann Baptist Baader zeigt die Kreuzigung Christi. Zahlreiche Ordensheilige blicken von den Seitenaltären auf Sie herab.
 
Ein Renaissance-Grabmal aus dem Vorgängerbau erinnert an den Stifter Graf Helfenstein. Es überstand den Neubau und zeugt von der langen Geschichte des Bauwerks.
 
Geheimtipp
Konzentrieren Sie sich auf das große Deckenfresko. Was stellen Sie fest, wenn Sie langsam auf- und abgehen? Nicht nur die Augen der Mona Lisa folgen ihrem Betrachter auf Schritt und Tritt!

Römisches Badegebäude der Villa Rustica Peiting

Der „Peitinger Liebeszauber“, eine Inschrift auf einer kleinen Bleitafel, wurde leider noch nicht ganz entschlüsselt. Seine Fundstelle jedoch schon: Es handelt sich um die Reste einer römischen Villa rustica aus dem 2. bis zum 4. Jh. n. Chr. Ihre einstige Größe (2,5 ha bebautes Areal), repräsentative Bauelemente sowie die Hypocaust-Heizungsanlage lassen an einen Landsitz für Mitglieder der Führungsschicht aus der Provinzhauptstadt Augsburg denken. Die Reste des Badegebäudes der Villa sind unter einem rundum verglasten Schutzhaus zu besichtigen. Um das Schutzhaus herum ist ein römischer Küchen- und Heilkräuterlehrgarten angelegt.

Pfarrkirche „St. Johannes“ Baptist Deutenhausen

Mitten im Dorf Deutenhausen befindet sich die Kirche St. Johannes. eine Besichtigung ist nur zu den Gottesdienstzeiten oder nach Absprache möglich. Es lohnt sich aber, dieses Kleinod gläubiger Kunst aufzusuchen.

FischerBauKunst

Das stattliche Gebäude mit freitragendem Dachstuhl trägt den Namen Fischerbau, benannt nach seinem Erbauer Johann Michael Fischer. Ursprünglich wurde es im Jahr 1745/46 als Bierkühlhaus für das Kloster errichtet. Heute dient es vorwiegend als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst, die auf spannende Weise mit den historischen Bauelementen im Inneren kontrastiert.