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Wallfahrtskirche Mariä Opferung in Oberreit

Erbaut wurde die Kirche im 15. Jahrhundert, doch erfolgt ein Umbau im barocken Stil zweihundert Jahre später. Vor allem der Kirchturm wurde mit einer Kuppel versehen. Das Weihwasserbecken stammt noch von der Zeit der Entstehung und ist mit der Jahreszahl 1477 und dem Wappen des damaligen Schlossbesitzers von Altenburg, Wilhelm von Maxlrain geschmückt.

Einst kamen viele Pilger und Wallfahrer zu der Kirche. Den Blütezeit der dortigen Wallfahrt war in der schlimmen Ära des 30-jährigen Krieges von 1618 bis 1648. Der Altar stammt noch aus dieser Zeit. Das Gnadenbild auf dem Altar ist aber noch wesentlich älter, ein spätgotisches Schnitzkunstwerk. Lediglich die Sakristei wurde erst im 19. Jahrhundert geschaffen.

Weitere Schmuckstücke der Kirche sind die Stuckaturen, die die Wohlhabenheit der Kirche und die göttliche Obhut über die Seelen symbolisieren sollen.

Galerie Handwerk

Die Galerie Handwerk, als kulturelle Einrichtung der Handwerkskammer für München und Oberbayern, präsentiert ein facettenreiches Bild des bayerischen Handwerks. Ihre Wechselausstellungen spiegeln die Vielfalt des Handwerks wider, von traditionellen bis avantgardistischen Ansätzen. Die Ausstellungen der Galerie Handwerk sind auch überregional und international ausgerichtet. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Vermittlung und Bewahrung der Handwerkskultur weltweit.

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

Entdecken Sie 5000 Jahre Kunst und Kultur des alten Ägyptens: Das Ägyptische Museum in München ist der einzige Museumsbau außerhalb Ägyptens, der ausschließlich altägyptischen Exponaten gewidmet ist.

Filialkirche St. Sixtus und St. Laurentius in Wiechs

Der Name der Ortschaft „Wiechs“ (lat. vicus = Dorf) zeugt von einer langen Vergangenheit des Ortes, die zurückreicht bis in die Zeit des römischen Imperiums. 765 verschenkte der Edle Poapo seinen Besitz zu Wiechs (Uuihse) der Kirche Freising. Dies lässt den Bestand einer Eigenkirche bereits zur damaligen Zeit vermuten.

Ihr heutiges Aussehen als gelungenes Werk heiteren Rokokos hat die Kirche durch den letzten der Hausstätter Baumeister, Hans Thaller, erhalten, der die Kirche (1754-58) im Stil der Zeit umgebaut hatte. Die elegant geformte, gekröpfte Zwiebelhaube, das dezent gegliederte Äußere, die von leichter Hand gestaltete Eingangspforte verlocken zum Eintritt.

Die Kirche ist im Innenraum ein höchst beeindruckendes, hochkünstlerisches Gefüge. Das Langhaus besteht aus drei gekuppelten, von Gurtbögen getrennten Jochen, der Chorraum aus einem größeren Kuppelraum. Der Raum ist in sehr aufwendiger Weise im Stile des Rokoko ausstuckiert. Aus Stuck bestehen auch die Seitenaltäre, die Kanzel, der Hochaltarstirpes und die Emporenbrüstung. Das Besondere an St. Laurentius ist der feine, zart aufgetragene Stuck, der größtenteils noch in der ursprünglichen Farbtönung erhalten ist. Diese selten schöne, reiche und meisterhafte Stuckierung der Decke macht die Kirche so sehenswert. Dem Meister dieses Rokokokleides, Johann Martin Bichler, sind vor allem die beiden kostbaren Seitenaltäre zu verdanken, die in ihrer Konstruktion und Ausgestaltung Seltenheitswert haben. Das Schnitzwerk stammt von Joseph Götsch. Das Altarbild von Sebastian Troger (1761) stellt die Kirchenpatrone Papst Sixtus II. und seinen Diakon Laurentius dar, auf die, nach dem Martyrium, Christus im Himmel wartet und denen Engel den Siegeskranz bringen. Ein Kunstwerk besonderer Schönheit ist die Kanzel, deren dezenter, zierlich bewegter Stuck ist gestaltgewordene Freude am Wort Gottes.

Da Fern- und Radwanderwege, der weltberühmte Jakobsweg, aber auch regionale Wanderwege wie die jährliche Blütenwanderung vorbeiführen, ist dieses Rokoko-Kleinod vielfach besucht. St. Laurentius wurde auch in die Liste der Haager Konvention von 1954 zur Kennzeichnung von geschütztem Kulturgut aufgenommen.

Der Jakobsweg

Der weltberühmte Pilgerweg, der Jakobsweg, passiert diese Kirche. Hier finden Sie eine Beschreibung der Etappe:

Jakobsweg Etappe 17 – Von Au bei Bad Aibling auf alten Saumpfaden ins Inntal >>

Mehr Informationen zum Jakobsweg >>