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Filialkirche St. Johannes der Täufer in Kleinholzhausen

Die Filialkirche St. Johannes der Täufer der Pfarrkirche St. Michael (Litzldorf) ist ein kleines, freundliches spätbarockes Kirchlein, erbaut 1732 von Abraham Millauer, mit Steildach und westlichem achteckigem Dachreiter.

Im Inneren zeugt eine sehenswerte, bewegte spätbarocke Ausstattung mit volkstümlichen Schnitzfiguren vom erlesenen Geschmack seiner Zeit:

Johannes der Täufer auf Wolken halbsitzend, von Engelsköpfen umgeben, die Taufmuschel in der einen, den Kreuzesstab in seiner anderen Hand, zu seinen Füßen das Osterlamm, um das Kreuz geflochten das Schriftband mit den Worten des Johannes: **Ecce Agnus Dei** / *Seht, das Lamm Gottes!*;

seitlich hll. Petrus und Paulus, im Auszug mit dem Christkind auf Wolken mit Putten und Engelsköpfen in der Glorie; die Wetterherren Johannes und Paulus über den seitlichen Durchgängen wurden vom Altar des Vorgängerbaus übernommen.

Neuapostolische Kirche

Die Gemeinde in Miesbach gehört zum Bezirk München-Süd der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. Die Neuapostolische Kirche selbst hat ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert und legt besonderen Wert auf die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi sowie die Pflege einer lebendigen Gemeindegemeinschaft. In Miesbach engagieren sich die Mitglieder in verschiedenen Aktivitäten, die das geistliche Leben und den Zusammenhalt fördern.

Pfarrkirche St. Martin in Kematen

Im Verzeichnis des fünften Freisinger Bischofs Hitto (811-835) befindet sich eine Kirche in Premrain, von der es heute keinerlei Spuren mehr gibt. Aber im Jahre 1141 weihte Bischof Otto I. von Freising in Kematen dem hl. Martinus eine Kirche mit markantem Sattelturm, die etwa 100 Jahre den Rang einer Pfarrkirche einnahm. 1318 musste Kematen seine Pfarrrechte an Irschenberg abtreten und wurde zur Filialgemeinde. Seit dieser Zeit wurde die Seelsorge gemeinsam mit Dettendorf durch einem der 90 Irschenberger Kooperatoren wahrgenommen, die über 600 Jahre lang vom Berg herunter stiegen, um im Sommer wie im Winter, bei Wind und Wetter, Eis und Schnee ihren gottgefälligen Dienst wahrzunehmen.

Der sehnliche Wunsch wieder einen ortsansässigen Pfarrer zu bekommen, blieb über Jahrhunderte lebendig und verlangte unter den Gläubigen große Opferbereitschaft. Um 1900 wurde in Kematen ein Pfründeverein gegründet mit dem Ziel, die finanziellen Voraussetzungen für Wohnung und Lebensunterhalt eines eigenen Pfarrers zu schaffen, das schließlich in den Bau eines Priesterhauses mündete. 1917 stand es einem Geistlichen zu Verfügung und verhalf Kematen zur selbständigen Expositur. Die Stelle des Expositus nahm Josef Herzinger, Benefiziat aus Au ein, der 1919 auch Pfarrer wurde, als Kematen-Dettendorf wieder zur eigenständigen Pfarrei erhoben wurde.

Der ursprünglich romanische Hallenbau der Kirche erfuhr im Laufe seiner Geschichte eine Vielzahl von Um- und Anbauten. Vorherrschend ist der späte Barock, nur der Turm blieb unverändert gotisch. 1920/21 wurde St. Martin von dem Kirchenmaler Heigl und dem Bildhauer Köglsberger, beide aus Bad Aibling, restauriert.

Der Hochaltar von 1817 trägt die Figur des Kirchenpatrons, flankiert vom hl. Antonius mit dem Jesuskind und vom hl. Leonhard in Lebensgröße. Auf dem Altarauszug, eingerahmt von zwei großen Engeln, hebt Gottvater segnend die Hand.

Die Verehrung des hl. Leonhard hat den seit alters her gepflegten Brauch der Pferdeumritte und Wagenumfahrten bis in unsere Zeit erhalten. Der letzte fand 1951 statt.

Bemerkenswert sind ein sechseckiger Taufstein aus Marmor aus dem Jahr 1526 im Chorraum und die aus dieser Zeit stammende gefasste, schöne Holzfigur der hl. Apolonia, die an der linken Wandseite angebracht ist. Zwei halblebensgroße Skulpturen, aus dem 18. Jahrhundert, zeigen die hl. Barbara und die hl. Katharina (Rad). Johann Martin Heigl hat das Deckenfresko über dem Altarraum gefertigt. Neben der Sakristei stehen die Figuren der Wilpartinger Märtyrer, der hl. Marinus und der hl. Anian. Fünf Gemälde aus dem 17. Jahrhundert an der Empore befassen sich mit dem Leben des hl. Martins. Schließlich sind noch einige kleine, bunte Glasfenster bemerkenswert, zum Teil als Überbleibsel aus dem 14. Jahrhundert (hl. Martin).

Alljährlich wird für die beiden Kartage das „Heilige Grab“ errichtet und lädt mit bunten Farbkugeln beleuchtet, Gläubige zum stillen Gebet ein. Das Grab wurde erstmals 2005 nach über 60 Jahren wieder aufgebaut.

Naturschutzgebiet Kupferbachtal bei Unterlaus

Das Naturschutzgebiet, welches sich über drei Landkreise (Landkreis München, Rosenheim und Ebersberg) zieht, ist ein Flach -und Hangquellmoorgebiet. Entstanden ist das Kupferbachtal in der letzten Eiszeit. Vor 16.000 Jahren begann der damalige Inn-Chiemsee-Gletscher zu Schmelzen und floss am Gletscherrand in Richtung Wasserburg und Gars in den Inn hinein. Dabei bildete sich eine sogenannte „Umfließungsrinne“.

Das Kupferbachtal erstreckt sich auf einer Fläche von rund 46 Hektar. Aufgrund der besonderen Flora und Fauna wurde die Gegend 1983 zum Naturschutzgebiet ernannt.

Flora und Fauna

Im Kupferbachtal sind seltene und stark gefährdete Pflanzen und Tiere zu Hause wie beispielsweise das bayrische Löffelkraut. Weltweit sind außer Schwaben und Oberbayern wenige Fundorte dieser Pflanzenart bekannt.

Wanderwege

Es gibt schöne Wald– und Bachwanderungen. Auf dem Waldspaziergang nach Frauenreuth kommt man an einem kleinen Bauerndorf vorbei, welches über Jahrhunderte hinweg ein bedeutender Marienwallfahrtsort war.

Außerdem bietet der Unterlauser Weiher eine kleine Abfrischung für unterwegs.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe Feldkirchen- Westerham

Rathausgalerie Kunsthalle

Im Münchner Rathaus wird Gegenwartskunst großgeschrieben. In der ehemaligen Kassenhalle werden Ausstellungen bedeutender Künstlerpersönlichkeiten der Stadt gezeigt. Wo früher die städtische Kassenräume untergebracht waren und der Schalterverkehr abgewickelt wurde, wird seit 1979 Kunst gezeigt. Die 650 Quadratmeter große Säulenhalle unter einer acht Meter hohen Glaskuppel bietet einen charaktervollen Rahmen für zeitgenössische Kunst, hauptsächlich aus der Region. Hier werden sowohl Einzel- als auch Themenausstellungen gezeigt, die das künstlerische Schaffen Münchens in seiner Vielfalt und Bedeutung widerspiegeln.