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Historische Bauernschmiede Birnbaum

Eingebettet in alten Baumbestand und idyllisch gelegen neben einem kleinen Weiher, erzählt die historische Bauernschmiede von Birnbaum lebendige Handwerksgeschichte. Die Werkstatt aus dem Jahr 1794 bewahrt bis heute Teile ihrer ursprünglichen Ausstattung – darunter ein mächtiger Schraubstock, der Amboss auf einem Nagelfluhmonolithen und die doppelte Esse.

Direkt nebenan befindet sich das Bauernmuseum im Gewölbe eines ehemaligen Kuhstalls. Dort sind Geräte und Einrichtungen aus der Landwirtschaft sowie aus eng verbundenen Handwerksberufen wie Wagner, Binder und Zimmerer zu entdecken. Eine nahezu vollständig erhaltene Sattlerei vermittelt zudem einen eindrucksvollen Einblick in vergangene Arbeitswelten.

Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Vogel- und Tiermuseum

Das Vogel- und Tiermuseum in Waging lädt Besucher ein, seltene und vom Aussterben bedrohte Vogelarten aus nächster Nähe zu erleben. Hier geht es nicht um stechende Insekten oder landwirtschaftliche Berufe, sondern um die beeindruckende Vielfalt der europäischen Vogelwelt. Fast 300 Exponate verschiedener Vogelarten sind ausgestellt und geben einen einzigartigen Einblick in ihre Lebensweise und Schönheit.

Doch nicht nur Vögel sind zu bestaunen: Das Museum zeigt auch zahlreiche Säugetiere, darunter Rotluchs, Hirsch, Wolf und Bär. Besonders spektakulär ist ein Moschusochse aus Grönland, der die Sammlung abrundet. Besucher können hier die Artenvielfalt Europas und ferner Regionen hautnah erleben und mehr über den Schutz bedrohter Tierarten erfahren.

Das Vogel- und Tiermuseum ist damit ein faszinierendes Ziel für Natur- und Tierliebhaber jeden Alters – ein Ort, an dem Wissensdurst, Neugier und Staunen gleichermaßen gestillt werden.

Bronzezeitliche Fundstätten – Römerregion Chiemsee

In der Nähe der ersten Fundstelle wurde ein zweiter Hort mit weiteren Ösenringbarren entdeckt. Teile der Funde sind im Museum BEDAIUM ausgestellt.

Station 8.1 des Archäologischen Rundwegs: Bronzezeitliche Fundstätten bei Heimhilgen. Informationstafeln bieten detaillierte Einblicke.

Kloster Au am Inn

1122 gründete **Erzbischof Konrad I.** von Salzburg das Augustiner-Chorherrenstift Au a. Inn. Das Kloster und die nahe gelegene Burg auf dem Stampflberg sind kunsthistorische Baudenkmäler erster Güte.

In der **barocken Klosterkirche** sind unter anderem die zwei Rokoko-Seitenkapellen mit einer Pieta aus dem Jahre 1737 sowie zahlreiche Epitaphe bemerkenswert. Die Ausstattung der Sakristei mit viel Schnitzwerk und schöner Deckenmalerei stammt aus dem Jahre 1691 und ist noch im Originalzustand erhalten. Dort wird auch das Schädelreliquiar des Hl. Vitalis von 1517 aufbewahrt. Die in Silber gefasste Hirnschale kann abgenommen werden, bei feierlichen Anlässen wurde früher daraus getrunken.

Das Kloster der Franziskanerinnen hat eine reiche **Schulgeschichte.** Angefangen vom Erziehungsinstitut mit höherer Mädchenschule, Mittelschule, Realschule bis hin zur Beschulung behinderter Kinder. Seit 1970 gibt es in einem Teil der Gebäude sowie in Neubauten ein **Förderzentrum für geistig- und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche** mit einer **integrativen Kindergartengruppe,** einer **schulvorbereitenden Einrichtung,** einer **Förderschule,** einer **heilpädagogischen Tagesstätte** und einem **heilpädagogischen Heim.**

Im Klosterhof findet jährlich im Oktober ein großer Töpfer- und Wollmarkt mit Anbietern aus ganz Deutschland statt.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und St. Felicitas

Sehenswert ist die Kirche Mariä Himmelfahrt und St. Felicitas in der Klosteranlage in Au am Inn. Die Kirche war ursprünglich eine gotische Hallenkirche. Heute stellt sie eine barocke Wandpfeilerkirche mit Chorraumrotunde (1719) dar. Juwele sind der Hochaltar, die Kanzel, die Rokokoseitenkapellen und die vielen Epitaphe. In der Klosterkirche wurden die römische Märtyrerin Felicitas und ihre sieben Söhne verehrt.

Bräustüberl im Kloster Au

**Seit August 2024** **ist das Bräustüberl im Kloster Au am Inn wiedereröffnet.** Für über 10 Jahre hatte es im Dornröschenschlaf gelegen, nachdem es vorher über Jahrhunderte existiert hatte. Die Geschichte des Kloster Au reicht bis ins Jahr 1122 zurück, das damals von Erzbischof Konrad I. als Augustinerchorherrenstift gegründet wurde. 1635 wurde die Klosterbrauerei erstmals schriftlich erwähnt, vermutlich reicht ihre Geschichte aber weiter zurück. Das heute noch existierende Bräustüberl wurde 1844 gebaut und 1910 wurde der große Kastanienbaum gepflanzt, der noch heute im Biergarten steht. Jetzt gibt es dort wieder das guade **Kloster Auer Dunkel** und **echte bayerische Küche** mit Pfiff von drei jungen Köchen aus der Region.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Margarethenberg

Hoch über der Alz, auf dem Margarethenberg, erhebt sich die imposante Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt – weithin bekannt als **„Dom des Alztals“**. Nach dem Aufstieg über zahlreiche Stufen (490 m) erreicht man die eindrucksvolle dreischiffige gotische Hallenkirche, die im Juni 1406 geweiht wurde.

Während das Äußere bis heute die klare Formensprache der Gotik bewahrt, überrascht das Innere mit einer prachtvollen Ausstattung im **Stil des Rokoko.** In den Jahren 1751 bis 1753 wurde der Kirchenraum umfassend umgestaltet und als Wandpfeilerkirche neu konzipiert.

Von der großen Verehrung der 14 heiligen Nothelfer in Margarethenberg zeugt besonders der linke Seitenaltar mit den eindrucksvollen **Halbfiguren aller 14 Nothelfer.**

An der Westseite der Kirche befindet sich zudem ein **Beinhaus**, in dem bis heute kunstvoll **beschriftete Totenschädel** aufbewahrt werden.

Der Margarethenberg ist außerdem eine Station des St.-Rupert-Pilgerwegs, der von Altötting nach Salzburg führt. Direkt bei der Kirche befindet sich eine **Pilger-Stempelstelle.**