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Historisches Rathaus Friedberg

Bis zum 19. Jh. war im Westteil des Erdgeschosses die Schranne (Getreidelager mit Verkaufsstelle), im Ostteil das Brothaus (Verkaufsstelle der Bäcker) untergebracht. Ebenso war im Rathaus auch das Polizei-Gewahrsam (früher Kälber-Keller genannt). An der Ostseite des Rathauses war ein Zollladen zur Erhebung des Stadtzolles.

Die Ostseite des Obergeschosses war schon beim Bau 1673/74 für den Rathaussaal vorgesehen. Die schöne Kassettendecke stammt noch aus der Bauzeit. Zur weiteren Saalausgestaltung kam es aber aus Geldmangel nicht mehr. Die schweren Kriegslasten von 1702 und 1796 waren wohl die Ursache. Der große Raum diente als Registratur, bis er 1892 von dem Münchner Historienmaler Josef Widmann malerisch ausgestattet wurde.

Im unteren Teil des Rathauses ist derzeit das Bürgerbüro der Stadt Friedberg untergebracht. Im den ehemaligen Räumen des Bürgermeisters im ersten Obergeschoß befindet sich nun das Standesamt. Der Rathaussaal wird für Veranstaltungen und als Sitzungssaal des Friedberger Stadtrats genutzt.

Wald- und Obstlehrpfad Hohenried

Ein lehr- und abwechslungsreicher Spaziergang führt auf viereinhalb Kilometern um Hohenried. 18 Schautafeln machen auf naturräumliche und regionaltypische Besonderheiten aufmerksam.

Pfarrhof Lauterbach

In Lauterbach findet sich einer der schönsten Pfarrhöfe in Schwaben. Erbaut wurde er 1727/28 als Sommerschloss des Deutschen Ordens. Es handelt sich um einen Walmdachbau mit reich gestalteter Barockfassade.

Kloster Maria Stern

Die Anfänge des Klosters Maria Stern liegen im Jahr 1258. Bis heute befindet sich das Mutterhaus des Klosters mitten in Augsburg – an der Sterngasse und damit nahe am Rathaus und unweit der Barfüßerkirche. Unter dem Einfluss des dortigen Minoritenklosters nahmen die Sternschwestern 1315 die franziskanische Regel an. Die Klosterkirche Maria Stern wurde von 1574 bis 1576 errichtet. Die Zwiebelhaube auf dem filigranen Kirchturm über dem Elias-Holl-Platz war die erste Augsburgs.

KZ-Gedenkstätte Dachau

Am 22. März 1933 wurde in Dachau ein Konzentrationslager für politische Gefangene errichtet. Es diente als Modell für alle späteren Konzentrationslager und als „Schule der Gewalt“ für die Männer der SS. In den 12 Jahren seines Bestehens waren hier und in 140 Außenlagern über 200 000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. 41 500 wurden ermordet.Die KZ-Gedenkstätte Dachau wurde 1965 auf Initiative von und nach den Plänen überlebender Häftlinge errichtet und umfasst das Gelände des ehemaligen Häftlingslagers und den Krematoriumsbereich. Erhalten wurden das Jourhaus mit dem Eingang und der Toraufschrift „Arbeit macht frei“, das Wirtschaftsgebäude, das Lagergefängnis („Bunker“), Wachtürme und Krematorien. Am Übergang vom ehemaligen Appellplatz zur Lagerstraße mit ihren ursprünglich 34 Häftlingsbaracken stehen zwei rekonstruierte Gebäude, von denen eines als Museumsbaracke zugänglich ist. Das Wirtschaftsgebäude beherbergt heute eine Dauerausstellung zum historischen Ort. Im Zentrum steht das Schicksal der Inhaftierten, unter dem Leitmotiv „Der Weg der Häftlinge“. Zudem wurden vier religiöse Gedenkorte (jüdisch, katholisch, evangelisch und russisch-orthodox) und ein zentrales Mahnmal auf dem ehemaligen Appellplatz geschaffen.Als weitere Gedenkorte können in der Umgebung der ehemalige SS-Schießplatz Hebertshausen, auf dem über 4000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet wurden, der KZ-Friedhof auf dem Leitenberg und der Waldfriedhof besucht werden.