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Katholische Grabkirche St. Magdalena (Spitalkirche) Greding

Der Graubündener war – zusammen mit seinem Landsmann Gabriel de Gabrieli und dem Italiener Mauritio Pedetti – einer der „Architekten“ der barocken Pracht im Naturpark Altmühltal. Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges und auf Geheiß der baulustigen Eichstätter Fürstbischöfe stiegen unter ihrer Ägide Residenzen, Domherrenhöfe, Kirchen und ganze Städte wie Phoenix aus der Asche. 2014 jährt sich der Todestag Jakob Engels zum 300. Mal.

Sankt-Ulrichs-Kapelle auf dem Uhlberg

Das im 15. Jahrhundert vom Landkomtur Melchior von Neuneck erbaute Kirchlein steht auf 594 Metern Höhe auf dem bewaldeten Uhlberg. Zuvor befand sich dort ab 1140 ein kleines Benediktinerinnenkloster mit Marienbildstock, das sich zu einem Pilgerort entwickelte. Die Uhlbergkapelle wurde der Schutzpatronin des Deutschen Ordens „Maria“ geweiht. Erwähnt wurde das 26 x 10 Meter große Gebäude erstmalig 1466 in einem Ablassbrief des Papstes Paul II. Während des Bauernkrieges wurde sie am 1. Mai 1525 verwüstet und die Madonnenfigur verschwand. Danach setzte der Verfall ein. Eine Restaurierung erfolgte 1629. Im 18. Jahrhundert versammelte sich dort eine pietistische Sekte, die von verschiedenen Erscheinungen berichteten. Heute unterhalten die Bayerischen Staatsforsten das Gemäuer.

Da der Ort sagenumwoben ist, ist er ein gewisser Anziehungspunkt für Menschen mit mystischen oder gar satanischen Ausprägungen. Leider kam es auch immer wieder zu Vandalismus. So wurde die 1989 in der Kapelle aufgestellte neue Madonnenfigur des Künstlers Ernst Steinacker bereits 1993 wieder zerstört. Blutspuren, die auf eventuelle Tieropfer hinweisen, Drudenfüße an den Wänden sowie Äste, die ein umgedrehtes Kreuz bilden, wurden ebenfalls bereits gefunden. Die bekannteste Legende besagt, dass dort eine weiße Frau spuken solle. Außerdem werde dort die Römerstadt Aureum vermutet oder ein Schatz, der von weißen Gestalten und Raben bewacht werde.

In der Nähe der Ruine befand sich das ehemalige Jagdhaus eines Försters, das 1800 errichtet wurde. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges versteckten sich dort gesuchte Nationalsozialisten, die aber von der US-Armee entdeckt und inhaftiert wurden. 2012 wurde das Haus durch Vandalismus stark beschädigt und wurde daraufhin abgerissen.

Almosmühlquellen

Am Fuß eines mächtigen, überhängenden Dolomitfelsen, der von der Urdonau ausgespült wurde, treten fünf Karstquellen hervor. Solche Felsen sieht man vielfach im Altmühltal. Die Felsen verdeutlichen die immense Kraft und damit die Größe der Urdonau.

Die Quellen (Wassermenge: 35 Liter pro Sekunde) vereinigen sich zu einem Bach, der eine Mühle antrieb. Diese wurde 1282 erstmals urkundlich erwähnt, als die Truchsessen von Pfünz dem Eichstätter Bischof Reimboto eine Wiese bei der „Almusenmule“ verpfändeten. Bis 1930 war die Mühle in Betrieb, dann diente die Wasserkraft bis 1957 der Stromerzeugung. Seit dem Ausbau der Straße 1974/75 tritt eine der Quellen im Hof des Anwesens unter dem Straßenniveau hervor, während sie vorher – vermutlich zur besseren Ausnutzung der Wasserkraft durch Lehmverbauung emporgedrückt ca. 2 Meter weiter oben hervorsprudelte.

Das klare Quellwasser, dessen Temperatur auch im Hochsommer nicht über 10° C steigt, sollte man nicht trinken; die Wasser- und Uferpflanzen im Quellbereich, z. B. der Wassersellerie, dessen gefiederte Blätter zum Teil unter Wasser wachsen, das Sumpfvergissmeinnicht und der Arzneibeinwell, deuten auf Nährstoffreichtum und damit auf Verunreinigungen hin, die sich wegen der durchlässigen Kalkböden im Quelleinzugsgebiet auf der Jurahochfläche nicht ausschließen lassen. Dies haben auch Wasseruntersuchungen bestätigt, bei denen vor allem nach Regenfällen Verunreinigungen festgestellt wurden. Zwischen den Wasserpflanzen leben bis zu 2 Zentimeter lange Flohkrebse; oft sieht man diese lebhaften Tiere auch in Seitenlage auf Nahrungssuche über den Grund laufen.

**Bemerkenswertes:**

Von den Quellen erzählt eine Sage: „An einem Sonntagsmorgen schöpfte die Müllermagd sich einen Trunk aus dem klaren Gewässer; da hörte sie ein Klingen wie von Geld in der Nähe. Sie schaute betroffen empor, und siehe, aus einer Ritze des Felsens kollerte ein Taler nach dem andern herab. Da schrie das erschrockene Mädchen, und augenblicklich versiegte die Geldquelle. Ein altes Mütterchen sagte ihr nachher, sie hätte schweigen und geschwind etwas Heiliges, z. B. einen Rosenkranz, darauf hinwerfen sollen. Der ganze Schatz wäre ihr gewesen“ (Karl Kugler, 1868).

Imkerei M. Markert

Die Bienen leisten mit ihrem Flug von Blüte zu Blüte einen wichtigen Beitrag zum Erhalt vieler Pflanzen – nicht nur von Blumen und Kräutern, sondern auch von Waldhimbeeren und -brombeeren, Schlehen, Schwarz- und Weißdorn und Waldbäumen. Auch die traditionellen Streuobstwiesen sind auf die Honigbiene angewiesen:

Damit die Obsternte reichlich ausfällt, sind viele fleißige Insekten nötig. Auch ich sorge dafür, dass im Naturpark Altmühltal zahlreiche Bienen unterwegs sind. Sie liefern eine besonders aromatische, süße Delikatesse: In jedem Glas Honig steckt die Blütenvielfalt der Obstwiesen und der kräuterreichen Wacholderheiden.

Kastell Theilenhofen

Im Gelände selbst sind vom Lager keine Befundspuren zu erkennen. Im Zuge der Flurbereinigung wurde daher die Ausdehnung des Lagers durch die Führung der Feldwege nachgebildet und mit Einzelbäumen an der SW- und SO-Ecke sowie einem modernen Meilenstein an der NO-Ecke markiert.

Die Inschrift auf dem Meilenstein benennt Iciniacum als den Namen für das Kastell und die dort stationierte **Cohors III Bracaraugustanorum equitata.** Nur das Steinkastell wurde in den Jahren 1879 und 1895 von Dr. H. Eidam im Auftrag der Reichslimeskommission näher untersucht, während das etwa 155 x 130 m messende Vorgängerkastell ein Ergebnis der Luftbildauswertung (1976) ist. Die zeitliche Einordnung geht von der Errichtung des Vorgängerkastells um 100 n. Chr. und dem Bau des folgenden Steinkastells in der Mitte des 2. Jahrhunderts aus.

Der Standort des Kastells ist gut gewählt, da er eine gute Sichtverbindung zum ca. 2 km entfernten Limes und einen weiten Rundblick bietet. Die Topografie erlaubt von hier die Sicht bis zum Kastell Gnotzheim, zum Schlossbuck bei Gunzenhausen und weiter bis zum Hesselberg. Am besten ist der Blick auf dem etwa 200 m östlich des Steinkastells liegenden Aussichtshügel. Mehrere Infotafeln geben hier und am Römerbad fundierte Auskünfte.

In nächster Nähe zum Kastell befindet sich westlich der rekonstruierte Grundriss des Kastellbades. Nördlich von Rittern ist am Limes die Turmstelle Wp. 14/17 (2,5 km) ebenfalls im Grundriss rekonstruiert sichtbar. In Wachstein – südwestlich von Theilenhofen – ist in der Ortsmitte zur Erinnerung an das in der Nähe gefundene Mithräum ein Inschriftenstein aufgestellt.

Im Archäologischen Museum der Stadt Gunzenhausen und im bayerischen Limesinformationszentrum Weißenburg finden sich weitere Informationen zum Kastell Theilenhofen und dessen Bad.