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Audi Programmkino

Das regelmäßig von der Beauftragten für Kultur und Medien und vom FFF Bayern ausgezeichnete Programm umfasst außergewöhnliche Filme aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

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Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung in unserem Kino!

Ehemaliges Fürstbischöfliches Bräuhaus Titting

Einfühlsam fügte Engel 1707 dort in den bis ins Mittelalter zurückreichenden Burg-Schloss-Komplex ein „neues Preuhaus“ samt Branntweinhaus ein. Daran erinnert das gußeiserne Wappen von Fürstbischof Johann Anton I. von Katzelelnbogen über dem Schlosstor.

Gleichfalls 1707 fertig gestellt werden konnte der von Engel projektierte „Pau ausser dem Schloss“ – der markante Mastviehstall mit drei übereinander liegenden Speichern. Das markante Gebäude, zuletzt Ochsenhaus genannt, wurde in den Jahren 2008 und 2009 von der Familie Gutmann unter größtmöglicher Schonung der Substanz in den Verwaltungssitz der Brauerei umgewandelt. Ein denkmalpflegerisch überaus gelungenes Beispiel für die Umnutzung historischer Bauten.

2014 wird die jahrelange Renovierung der reizvollen Schlossanlage mit dem intimen Innenhof und der imposanten hölzernen Dachwerks-Konstruktion abgeschlossen. Übrigens feierte schon 2007 das Brauhaus sein 300-jähriges Jubiläum. Dabei ist die Brau-Tradition in Titting wesentlich älter. Bereits nach 1400 werden hier Hopfengärten erwähnt und ein „Preuhaus“ gab es schon 1535. Ende des 18. Jahrhunderts kam es im Schloss zu massiven Umbauten. Seit 1855 ist es im Besitz der Familie Gutmann, die seitdem alles tut, um die Anlage und auch weitere Baudenkmäler möglichst authentisch zu erhalten. 2004 gab es dafür den angesehenen Denkmalpreis der Hypo-Kulturstiftung.

Rekonstruierter Limeswachtturm mit Palisadenzaun

Von seiner Beobachtungsplattform aus sieht man den Knick, den der Limes hier beschrieb, das Fundament des einstigen Steinturmes und ein kleines Stück nachgebauten Palisadenzaunes. Die gesamte Limesstrecke war in der ersten Ausbauphase mit Holztürmen und einem solchen Zaun ausgestattet. Auch wenn er heute nicht besonders furchterregend aussieht, war er doch ein wirkungsvolles Hindernis, um die Grenzen des römischen Imperiums zu schützen.

Am Hügel des älteren Holzturmes lassen sich der Ringgraben und vier Pfostenlöcher gut erkennen. In der ersten und zweiten Ausbauphase des Limes standen diese Holztürme etwas hinter der Grenzlinie. Der steinerne Limes der vierten Ausbauphase zerschnitt die Fundamente der Holztürme. Eine Schautafel neben dem Steinturm erläutert den Limesverlauf in der Umgebung des heutigen Kipfenberg.

Aus der luftigen Höhe von immerhin acht Metern hatte man einen perfekten Überblick links und rechts vom Turm die Limesmauer entlang – die Reste der Mauer sieht man noch an den Ecken des Fundamentes – und natürlich ins Tal zum Kastell in Böhming.
Durch den direkten Blickkontakt zum Kastell und auf das gesamte Tal von Böhming bis Ilbling altmühlabwärts war dieser Turm strategisch besonders wichtig.

Nachrichten von anderen Türmen wurden hier an die im Kastell stationierten Truppen gemeldet und so konnte im Notfall schnell eingegriffen werden. Beim Blick auf Böhming erkennt man außerhalb des Ortes eine Kirche, die katholische Filialkirche St. Johannes, die direkt im Zentrum des ehemaligen Kastells steht.

Es gibt keine andere Stelle entlang der 550 km des UNESCO-Welterbes Limes, an dem Sie alle Ausbauphasen der Befestigungsanlagen und ein römisches Kastell auf einmal im Blick haben können.

In unmittelbarer Nähe zum Turm befindet sich seit 2018 die Rekonstruktion eines Teilstückes eines Palisadenzaunes. Der Nachbau macht die beeindruckenden Dimension des früheren römischen Grenzwalls deutlich. Die bayerischen Staatsforsten haben dabei in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern ein bisher einzigartiges authentisches Bild einer römischen Pfahlrekonstruktion am größten Bodendenkmal Europas entstehen lassen. 

Limes-Infopunkt Theilenhofen

In der Ortsmitte von Theilenhofen wurde 2016 im ehemaligen Spritzenhaus der Feuerwehr ein „Limes-Infopunkt“ eröffnet. Er ist täglich bei freiem Eintritt geöffnet. Herzstück der Ausstellung ist ein Modell auf einer 12 m² großen Grundplatte. Bewohner des AWO Therapiezentrums Cronheim bauten im Maßstab 1:140 die Römerhinterlassenschaften nach, die bei Theilenhofen standen. Zu sehen ist unter Glas das Römerkastell aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Es hatte eine Größe von 196 x 140 m. Des Weiteren die Ausmaße eines Amphitheaters, das erst vor kurzem bei Bodenuntersuchungen entdeckt wurde. Ein Römerbad durfte bei keiner Ansiedlung fehlen. Auch in Theilenhofen befand sich eines. Es wurde bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts teilrekonstruiert. Schautafeln rund um das Modell geben weitere Einblicke in das Leben der Römer. So wurden vor fast 100 Jahren die Altarsteine eines Mithrasheiligtums bei Wachstein gefunden, sowie zwei Reiterhelme beim Wettpflügen unweit des Kastells. Im Außenbereich stellt sich die Gemeinde Theilenhofen mit ihren Ortsteilen und das Fränkische Seenland den Gästen vor. Eine große Sitzgarnitur lädt zum Verweilen ein.

Klostergarten des Karmeliterklosters

Der Klostergarten des 1325 gestifteten Karmeliterklosters ist ca. 719 m² und wurde lange als Brauereihof genutzt. Nach dem Ankauf durch die Stadt wurde der Garten im Jahre 2000 in Anlehnung an historische Vorgaben gestaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Akzente setzen die Bronzeskulptur der heiligen Walburga, ein Werk des Bildhauers Ernst Steinacker (Spielberg) und ein Brunnen als vergrößerte Nachbildung des Lichtersteins aus dem Reichsstadtmuseum.