by | Aug. 24, 2026
Der Demlinger Steinbruch verdankt seine Entstehung dem seit 1539 unter Herzog Wilhelm IV. begonnenen Ausbau Ingolstadts zur stärksten bayerischen Landesfestung. Die Stadt erhielt neue Basteien und Wälle, die der gestiegenen Wirkung der Feuerwaffen trotzen sollten. Bis etwa 1573 dauerte der Ausbau, und die für diese Befestigungen benötigten ungeheueren Steinmassen wurden wohl zum größten Teil im Demlinger Bruch gewonnen, da sein Dolomitgestein, entstanden aus einem Riff des Weißjura, als das härteste der Umgebung galt. Über zweieinhalb Jahrhunderte überdauerten die Bollwerke, bis sie durch französische Truppen 1800/1801 geschleift wurden.
Doch bereits 1827 befahl König Ludwig, Ingolstadt wieder als Landesfestung neu erstehen zu lassen. Der 150 Zentner schwere Grundstein für die neue Festung wurde aus dem Demlinger Steinbruch gebrochen und im Festzug nach Ingolstadt gebracht, wo am 25. August 1828 in Gegenwart des Königs die Grundsteinlegung stattfand. Block um Block wurden in der Folgezeit aus dem Bruch, der nunmehr den Namen „Königsbruch“ führte, bis 1849 der Festungsbau allmählich sein Ende erreicht. Die Arbeiter zogen ab, der Bruch blieb sich selbst überlassen, so dass sich ein prächtiges Naturparadies entwickeln konnte.
Zwischen dem üppigen Gesträuch am Boden leuchtet das lichte Rosa des Seidelbastes und das Purpurrot der Nelke. Wilde Rose und Steinbrech erklimmen die steilen Steinwände, und Farne breiten unter Fichten, Lärchen und Föhren ihre Wedel aus. Aus einem nackten, kalten Steinbruch ist ein Naturdenkmal eigenartigster Prägung geworden, das deshalb bereits 1932 unter Schutz gestellt wurde.
by | Aug. 24, 2026
In der Limes-Therme in Bad Gögging können Sie Badefreuden genießen, sich entspannen und gleichzeitig etwas Gutes für Ihre Gesundheit tun. Die Limes-Therme verfügt als einziges Bad in Bayern über alle drei für Therapie und Gesundheitsvorsorge wichtigen Naturvorkommen wie Mineral-Thermalwasser, Naturmoor und Schwefelquellen. Ein Highlight: die in Bayern einzigartige Römer-Saunawelt in antikem Ambiente.
by | Aug. 24, 2026
Ein Friedhof aus der Bronzezeit
Beim Bau des Main-Donau-Kanals zwischen 1987 und 1990 stießen Ausgräber bei Riedenburg-Emmerthal südöstlich von Aicholding auf ein Grabhügelfeld aus der mittleren Bronzezeit. Der Friedhof umfasste einst 24 Grabhügel mit insgesamt 35 Bestattungen – mindestens 23 davon stammen aus dem 16. und 15. Jahrhundert vor Christus.
Das rätselhafte Rondell
Einer der Hügel sticht besonders heraus: Er misst elf Meter im Durchmesser und ist von einer Trockenmauer eingefasst – zwei Meter dick und bis zu 1,30 Meter hoch. Ungewöhnlich daran: Im Inneren fand sich kein Grab.
Erst am Rand des Hügels entdeckten Forscher eine spätere Nachbestattung. Die Grabbeigaben geben Hinweise auf das Alter:
– zwei Plattenkopfnadeln
– fünf s-förmige Bronzespiralen
– eine Bernsteinperle
Diese Funde datieren das Rondell auf die Zeit um 1.700 bis 1.600 vor Christus.
Scheingrab oder Opferplatz?
Wie das Monument genutzt wurde, ist bis heute nicht geklärt. Drei Möglichkeiten werden diskutiert:
**Scheingrab:** Das Rondell könnte als symbolisches Grab ohne echte Bestattung angelegt worden sein.
**Verbrennungsplatz:** Ähnliche Bauten in Niederösterreich deutet man als Plattformen, auf denen Tote verbrannt wurden.
**Opferstätte:** Möglicherweise fanden hier andere rituelle Handlungen im Rahmen von Bestattungen statt.
Welche Erklärung zutrifft, bleibt offen – und macht diesen Ort zu einem der spannendsten Rätsel entlang des Archäologieparks Altmühltal.
by | Aug. 24, 2026
Die Personenschifffahrt Kelheim bietet regelmäßige Fahrten auf dem Main-Donau-Kanal an, der sich durch das naturbelassene Altmühltal schlängelt.
Gleich zu Beginn der Fahrt fällt der Blick auf die **Befreiungshalle**, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt, und auf die Jurahöhen von Ihrlerstein.
Die Schleuse Gronsdorf
Ein frühes Highlight ist die Schleuse Gronsdorf: Hier erleben Sie hautnah, wie das Schiff um mehrere Meter angehoben oder abgesenkt wird – ein eindrucksvoller Einblick in die Ingenieurskunst des Kanals.
Burgruine Randeck und der Tatzlwurm bei Essing
Die Weiterfahrt führt vorbei an ausgedehnten Wälder und ab markanten Jurafelsen des **Altmühltals**.
Hoch über dem Örtchen Essing thront die **Burgruine Randeck**, kurz darauf unterquert das Schiff den **Tatzlwurm** – eine der längsten Holzbrücken Europas, deren Silhouette tatsächlich an einen über den Kanal kriechenden Drachen erinnert.
Burg Prunn – Fundort des Nibelungenliedes
Weiter flussaufwärts passieren Sie die **Burg Prunn**, eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Bayerns und bekannt als Fundort der Originalhandschrift des Nibelungenliedes.
Riedenburg – die Drei-Burgen-Stadt als Ziel
Am Zielort Riedenburg überblicken Sie gleich drei Burganlagen: die **Rosenburg**
sowie die Ruinen **Rabenstein** und **Tachenstein**, die der Stadt ihren Namen gegeben haben.
Auf der Rosenburg befindet sich der **Falkenhof** mit Flugvorführungen heimischer Greifvögel.
Tipp: Kristallmuseum Riedenburg
Wer länger in Riedenburg bleibt, sollte das **Kristallmuseum** Riedenburg besuchen, das eine weltweit einzigartige Bergkristallgruppe beherbergt und Besuchern die faszinierende Welt der Kristalle und Edelsteine näherbringt.
by | Aug. 24, 2026
Ludwig-Donau-Main-Kanal – Geschichte einer Wasserstraße
Der Ludwig-Donau-Main-Kanal verband einst die Donau bei Kelheim mit dem Main bei Bamberg und war eine der bedeutendsten Ingenieursleistungen des frühen 19. Jahrhunderts. In den 1990er Jahren übernahm der moderne Main-Donau-Kanal seine Funktion als Schifffahrtsstraße. Der historische Kanal ist heute zwar nicht mehr befahren, aber entlang der gesamten Strecke von Kelheim nach Bamberg gibt es zahlreiche Zeugnisse dieser Epoche zu entdecken.
Ein Denkmal der Ingenieurbaukunst
Der Alte Hafen Kelheim umfasst ein 600 Meter langes Ensemble aus Hafenbecken mit original erhaltenen Lastenkränen, dem Kanaltrog mit Schleuse 1, dem historischen Lagerhaus sowie dem Schleusenwärterhaus. Da alle diese Bauten noch vollständig funktionsfähig sind, wurde das Gesamtensemble als Denkmal der Ingenieurbaukunst unter Schutz gestellt. An einem Info-Punkt erfahren Besucher Wissenswertes über die Kanalgeschichte und den Alltag der Menschen an seinen Ufern.
Aktiv entlang des Kanals
Wer den Kanal auf eigene Faust erkunden möchte, findet entlang des Main-Donau-Kanals und der historischen Überbleibsel des Ludwig-Donau-Main-Kanals attraktive Radwege: Der Fünf-Flüsse-Radweg und der Regnitz-Radweg führen durch die Kanallandschaft, die „Erlebnis-Kanal-Tour“ verbindet gezielt die wichtigsten historischen Stationen.
Stadthafenfest mit Fischerstechen
Jeden August verwandelt sich der Alte Hafen in einen lebendigen Veranstaltungsort: Beim traditionellen Hafenfest findet das Fischerstechen statt, ein altes Wettkampfspektakel auf der Donau. Zwei Mannschaften treten jeweils in einer Zille – einem traditionellen Fischerboot Bayerns und Österreichs – gegeneinander an. Während die Ruderer das Boot in Position bringen, versucht der Mann am Bug, den Gegner mit einer Stange ins Wasser zu stoßen. Livemusik und regionale Kulinarik runden das Fest ab.