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Römer-Sauna Bad Gögging

Einzigartig in Bayern: Saunieren in römischem Ambiente. Die Römer-Sauna der Limes-Therme bietet Besuchern auf über 1.500 m² römische Badekultur wie vor 2.000 Jahren.

Kleinhäuslermuseum im Marktturm

„Das hätten sich die Kleinhäusler nicht gedacht, dass man ihrem Leben und Arbeiten einmal ein Museum errichtet,“ schrieb der BR-Reporter Gerald Huber am Eröffnungstag ins Gästebuch des Kleinhäuslermuseums im Pförringer Marktturm. Denn mit Museum verbindet man – damals wie heute – große Schätze, und die besaßen die Häuslleut’ nun wirklich nicht. Wohl auch nicht Katharina und Martin Pögerl, die um 1920 den Turm bewohnten und deren Porträts den Besucher am Treppenaufgang zum Museum begrüßen. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung im ersten Stock steht ein Elternpaar mit neun Kindern. Besonders stolz ist der „Vater“ des Museums, Rudolph Lohr, auf die Käthe-Kruse-Kinderfiguren, die ihm sein langjähriger Arbeitgeber, Franz-Xaver-Mayr, der Seniorchef des Ingolstädter Kaufhauses Mayr, zum Abschied in den Ruhestand geschenkt hat.

Vierzig Jahre lang hatte der gelernte Schauwerbegestalter Lohr diese Puppenkunstwerke aufbewahrt, die zuletzt um 1960 in den Schaufenstern des Kaufhauses die neueste Kindermode präsentierten. Im Pförringer Markturm hat er sie zusammen mit seiner Frau Renate zu neuem Leben erweckt. Susanne – jedes der „Kinder“ hat einen Namen – trägt ihr dunkelblaues Festtagskleid. Eine alte Frau aus Niederbayern hat es Lohr auf eine Annonce hin per Post geschickt, in einem kleinen Karton, der selbst schon wieder Ausstellungsstück sein könnte. Zu jedem Ausstellungsstück weiß der leidenschaftliche Sammler Lohr eine Geschichte zu erzählen. Mit dem geübten Auge des Profis hat er die Exponate, die er über die Jahrzehnte zusammengetragen hat, thematisch geordnet. Ein kleiner Hausaltar versammelt religiöse Andachtsgegenstände, Arbeitsgeräte für Haus und Hof reichen vom Spinnrad über den Flachsbrecher bis zu den verschiedenen Reisigbesen. Es folgen Handwerksgeräte, Küche und Stube und schließlich die Freizeit. Beim Anblick der einfachen Schlittschuhe und Eisstöcke hört man förmlich das fröhliche Kindergeschrei auf einem der zugefrorenen Pförringer Altwässer und beim Anblick des Buben mit seiner Armbrust spürt man etwas von der Liebe, mit der sie ein Vater vor vielen Jahrzehnten für seine Kinder geschnitzt hat.

Pfarrkirche Unserer Lieben Frau Großmehring

Aus der romanischen Erbauungszeit hat sich an der südlichen Außenwand ein – jetzt zugemauertes – Portal erhalten, dessen Torbogen mit Flechtwerkmotiven geschmückt ist. Im Bogenfeld dieses Portals ist ein Sandsteinrelief eingesetzt, das die Anbetung der hl. drei Könige und in den Ecken zwei Stifterfiguren zeigt. Diese vorzügliche gotische Steinmetzarbeit (um1425) ist die älteste und größte Dreikönigsdarstellung in der Umgebung Ingolstadts. Daneben ist ein Relief mit einer Ölbergdarstellung (Ende des 15. Jh.) eingelassen. Das bedeutendste Kunstwerk im Kircheninnern findet sich auf dem linken Seitenaltar: Eine hervorragende Pieta, die um 1510-20 geschnitzt wurde und früher in der Kirche von Katharinenberg stand. Die übrige Kirchenausstattung stammt aus der Barockzeit: 1728 wurde die Kirche von Wolfgang Zächenberger aus Ingolstadt stuckiert und von seinem Bruder Johann Anton Zächenberger mit Fresken versehen, von denen nur noch zwei an der Emporenbrüstung erhalten sind.

Die Altäre entstanden ebenfalls in dieser Zeit. Die Altarbilder sind Werke des Ingolstädter Malers Melchior Puchner; das Altarblatt des Hauptaltars zeigt Maria Immaculata, das des rechten Seiten altars die Enthauptung der hl. Barbara und das Bild des linken Seiten altars den hl. Nikolaus. Wahrscheinlich Arbeiten des Bildhauers Wolfgang Zächenberger sind die Altarfiguren, am Hochaltar rechts Franz Xaver, links Ignatius, am rechten Seitenaltar Katharina und Barbara und am linken Seitenaltar Wolfgang und Martin. Die vier Deckengemälde entwarf und malte 1959 bei der Innenrenovierung Georg Gschwendtner.

Besucherzentrum im Felsenkeller

Die Ausstellung ist im historischen aus dem Naturfels ausgeschlagenen Keller der Klosterbrauerei untergebracht. Er ist bereits auf einem Stich von 1726 zu sehen. Er spannt den Bogen von Fossilien als Zeugen der Urgeschichte, als die heutige Weltenburger Enge von einem subtropischen Meer überflutet war, über die ersten frühchristlichen Spuren und die bewegten Jahrhunderte des Klosters vom Mittelalter bis zur Neuzeit und bis hin zum aktuellen Leben und Wirken der Benediktiner in Weltenburg. Daneben ist eine Abteilung aber natürlich auch dem Hopfensaft gewidmet: von der Entdeckung des „flüssigen Brotes“ bei den Sumerern (um 5000 v. Chr.) über die erste „Bierkocherei“ der Mönche um die Jahrtausendwende bis zum Reinheitsgebot, nach dem bis heute das Weltenburger Klosterbier gebraut wird.

Im Umweltraum fließt nicht nur eine „Miniaturdonau“. Dort gibt es auch die Schätze aus Fauna und Flora zu entdecken, von der Donau-Kahnschnecke, die das mit 5000 Jahren wohl älteste Schmuckstück Bayerns ziert, über das Federgras, den „Gamsbart“ des Altmühltals, bis zum Eremiten, einem Käfer, der so zurückgezogen lebt wie ein Mönch in seiner Klause. Die drei Hauptthemen Benediktinerabtei Weltenburg, Umwelt und Klosterbrauerei werden zusätzlich illustriert durch Bildprojektionen und Filmvorführungen.

Fahrradbus Falkenstein

Genießen Sie unbeschwerten Radfahrspaß im Vorderen Bayerischen Wald: Mit dem Fahrradbus gelangen Sie bequem von Regensburg über Wenzenbach nach Falkenstein – dem idealen Ausgangspunkt für den beliebten Falkensteinradweg.

Die rund 40 Kilometer lange Strecke führt auf einer ehemaligen Bahntrasse, auf der einst das „Falkensteiner Bockerl“ unterwegs war, sanft bergab zurück nach Regensburg. Dank des leichten Gefälles ist der Radweg besonders familienfreundlich und auch für ungeübte Radfahrer bestens geeignet. Naturerlebnis, Bewegung und Geschichte lassen sich hier perfekt verbinden.

Der Fahrradbus der Linie 34 verkehrt von Karsamstag bis einschließlich 3. Oktober an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen. In den Pfingst- und Sommerferien ist er sogar täglich unterwegs. Die Fahrräder werden sicher auf einem modernen Anhänger transportiert (Hinweis: Tandems und Räder mit Übergröße können leider nicht mitgenommen werden).

Wegen der eingeschränkten Beförderungskapazität wird eine telefonische Voranmeldung empfohlen: Stellplätze können ab sofort unter rvv.de/fahrradbus-falkenstein auch ganz bequem und kostenfrei online reserviert werden. Das Biker-Ticket für die Beförderung mitsamt Rad ist im Fahrradbus erhältlich. Preise: https://www.rvv.de/Biker-Ticket
Kontakt: Regionalbus Ostbayern GmbH, Rufnummer (09 41) 60 00 – 122.
Start: Hbf Regensburg, Ziel: Falkenstein, mit Zusteigestellen in Wenzenbach, Hauzendorf, Roßbach, Falkenstein.

Fahrtdauer Regensburg-Falkenstein: ca. 1h 15 MinutenTel. 0941 6000-122. Alternativ ist auch eine Anmeldung per E-Mail möglich rbo.regensburg@deutschebahn.com

Weitere Informationen unter https://www.rvv.de/fahrradbus-falkenstein