by | Aug. 24, 2026
Der Aussichtspunkt Roßkopf liegt auf einer Jurahochfläche, hoch über den Riedenburger Ortsteilen Deising und Altmühlmünster.
Es wird vermutet, dass sich an dieser Stelle bereits in keltischer Zeit eine Burg befand. Die Reste eines Wallgrabens sind auch heute noch gut zu erkennen. In Kriegszeiten diente der Rosskopf als Wachtposten, der die umliegenden Dörfer vor Gefahren warnte.
Heute ist der Rosskopf vor allem wegen seiner herrlichen Aussicht ein beliebtes Ziel für Wanderer. Erreichbar ist der Aussichtspunkt am besten über den Roßkopfsteig, einen Rundwanderweg mit Ausgangspunkt in Deising.
by | Aug. 24, 2026
Der Friedhof wird seit 1954 nicht mehr für Beerdigungen genutzt. Um die historischen Grabstätten zu erhalten, die sich im Besitz der Saaler Kirchenstiftung befinden, wurde das gesamte Kirchenareal durch ein LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union zu einer **Ruheinsel und einem Meditationsgarten** mit drei Themenbereichen umgestaltet.
Im Norden des Friedhofs führt ein von Eichenholzstelen aus Saaler Eiche gesäumter Arkadengang zu einer mit Rosen berankten Laube. Eine gemütliche Sitzecke lädt zum Verweilen ein. Entlang des Weges informieren Tafeln über die Orts- und Familiengeschichten. Die Informationen sind auch als **Audioguide** verfügbar. Besucher scannen einfach den QR-Code an der jeweiligen Tafel.
Auf der Südseite der Kirche befindet sich der **Themenweg „Fluss des Lebens“**. Ein Quellstein aus Wachenzeller Dolomit speist einen kunstvoll gestalteten Wasserlauf. Zusammen mit den Heckenhöfen und ihrer symbolischen Staudenbepflanzung stellt er die Lebensabschnitte Kindheit und Jugend, Erwachsensein und Reife sowie Alter dar.
Angrenzend wurde ein **Veranstaltungsbereich** mit einer ovalen Sitzmauer geschaffen, die von Eichenholzstelen eingerahmt ist. Er bietet Platz für bis zu 60 Personen und kann für kulturelle und kirchlich-kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte genutzt werden. Ein hölzerner Verbindungssteg über den Feckinger Bach führt direkt ins Saaler **Wanderwegenetz**.
Die begrünten Freiflächen zwischen den historischen Gräbern wurden mit blühenden Staudenbeeten und einer Blühwiese im Bereich der Kindergräber gestaltet. Der Alte Friedhof ist **barrierefrei** und bietet insbesondere älteren Menschen einen Rückzugsort zur Entspannung und Kommunikation.
by | Aug. 24, 2026
Die Landschaftsgeschichte des Altmühltals
Die Altmühl – ein alter Fluss mit Geschichte
Die Altmühl ist 220 Kilometer lang und fließt von der Frankenhöhe, rund 50 Kilometer westlich von Nürnberg, bis nach **Kelheim**, wo sie in die Donau mündet. Ihr Name „Alcmona“ taucht bereits im Mittelalter zur Zeit Karls des Großen auf. Der antike Geograf Ptolemaios, der im 2. Jahrhundert nach Christus lebte, führt den Namen auf das Keltische zurück – er soll „langsames Wasser“ bedeuten.
Felsen aus dem Urmeer
Die Hänge des Altmühltals bestehen aus massiven Kalkfelsen und Dolomit aus dem Jura – Gesteine, die vor 180 bis 140 Millionen Jahren entstanden. Damals lag hier ein flaches, warmes Meer. Seine einstigen Riffe sind heute als Felsen sichtbar. Zahlreiche Fossilien erinnern noch heute daran.
Ein Tal, das zu groß für seinen Fluss ist
Das Altmühltal wirkt an vielen Stellen sehr breit – viel breiter, als es die heutige Altmühl bräuchte. Der Grund: Bis vor etwa 600.000 Jahren floss hier die sogenannte Altmühldonau. Sie hat sich damals mehr als 100 Meter tief in die Kalkfelsen zwischen Dietfurt und Kelheim eingegraben und so das breite Tal geformt.
Vor etwa 200.000 Jahren verlagerte sich die Donau in der Eiszeit auf ihre heutige Strecke – durch die Weltenburger Enge, den sogenannten **Donaudurchbruch**. Die Altmühl fließt seither in einem Tal, das eigentlich für einen viel größeren Fluss gemacht wurde.
Der Naturpark Altmühltal heute
Das **Altmühltal** ist heute ein vielseitiger Naturpark mit:
– Wanderwegen und Radwegen
– durch Felslandschaft und Flusstäler
– Lehrpfaden zu Natur, Geologie und Geschichte
– Burgen und Kulturdenkmälern